Let’s travel together.

Selbständig mit Kind: Existenzgründung in der Elternzeit

Viele Mütter erkennen während der Elternzeit, dass eine Rückkehr in das Berufsleben nicht so einfach ist. Der alte Arbeitgeber verlangt eine gewisse Stundenzahl, es fehlt an der Kinderbetreuung oder der Gedanke an den Job sorgt für Stress und Unbehagen. Oft ist dann die Zeit gekommen, um auch an eigene Träume zu denken. Manche Frauen beschäftigen sich schon länger mit der Möglichkeit einer selbständigen Tätigkeit. Vor dem Start allerdings gilt es, einige wichtige Dinge zu wissen.

Ohne Plan keine Gründung

Ganz gleich in welchem Bereich eine Mutter selbständig werden möchte: Ohne entsprechende Vorbereitung warten nicht selten unliebsame Überraschungen auf sie, es fehlt an Kunden oder auch an der Fähigkeit, Interessenten zu finden. Der Start in die Selbständigkeit aber kann nur gelingen, wenn der neue Job spätestens nach wenigen Monaten Geld einbringt. Mütter sollten sich daher nicht nur überlegen, welche Tätigkeiten ihnen vorschwebt, sondern auch eine sogenannte Nische oder Spezialisierung wählen. Das mag im ersten Moment nicht sinnvoll klingen, denn mit Spezialisierung verbinden viele Menschen die Verkleinerung der Zielgruppe. Das aber ist nicht korrekt, denn der Kunde von heute ist dazu in der Lage, sehr spezifisch nach dem zu suchen, was er sich wünscht. Anbieter, die ein allzu breites Spektrum abdecken, genießen dann häufig einen weniger guten Ruf als solche, die sich in wenigen Bereichen durch besondere Fähigkeiten hervortun.

Die Frage ist daher: „Welche Besonderheit kann genutzt werden, um ein Unterscheidungsmerkmal zur Konkurrenz zu schaffen?“ Auch im Angestelltenverhältnis gilt eine fachliche Spezialisierung als vorteilhaft für Aufstiegschancen und sichere Positionen. Und wenngleich die Rückkehr zum alten Arbeitgeber nicht zur Debatte steht, sollten sich Frauen dennoch damit beschäftigen, was sie besonders gut können und gegebenenfalls in Weiterbildung investieren. Weiterbildung nämlich kann Expertise schaffen. Es gibt inzwischen für nahezu alle Branchen Angebote, die Frauen und Männer vor der Selbständigkeit nutzen, um ihre Vita interessant und vielversprechend klingen zu lassen. Auch Seminare oder Workshops zum Thema Existenzgründung können sehr sinnvoll sein, da angehende Unternehmerinnen hier erfahren, welche rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen erfüllt werden müssen.

Und steht der Plan, braucht es selbstverständlich auch die notwendigen finanziellen Mittel. Eine Gründung nämlich ist nicht immer ohne zusätzliche Investitionen möglich. Wer als virtuelle Assistentin arbeiten möchte, benötigt eine gute Büroausstattung, wer professionell nähen will, muss eine entsprechende Maschine nutzen können und wer Sportkurse geben wird, ist auf solides Equipment angewiesen. Zusätzlich rufen Marketingmaßnahmen weitere Kosten auf den Plan. Das eigene Unternehmen jedoch wird gerade während der Anfangszeit nicht dazu in der Lage sein, sich selbst zu tragen. Die genaue Analyse der eigenen finanziellen Situation und auch die Inanspruchnahme möglicher Fördermittel für Existenzgründer sind aus diesem Grund entscheidend für einen wirtschaftlich klugen Start. Eine Übersicht zu verschiedenen Förderprogrammen liefert deutschland-startet.de.

Kinderbetreuung ist unabdingbar

Die Selbständigkeit bedeutet für Mütter nicht nur große Eigenverantwortung, sondern auch zeitliche Flexibilität. Sich die Arbeitszeit frei einteilen zu können, klingt im ersten Moment sehr verlockend. Insbesondere mit kleinen Kindern im Haus können dann genau die Zeiten in die Selbständigkeit investiert werden, in denen die Kinder schlafen. Schnell jedoch wird dann deutlich, dass diese Zeitfenster alleine nicht ausreichen. Während der Elternzeit müssen Mütter jedoch auf einen regulären Kindergartenplatz ab drei Jahren verzichten. Die Alternative, das Kind in einer Krippe betreuen zu lassen, erscheint sinnvoll, scheitert jedoch nicht selten am großen Betreuungsplatz-Mangel. Hinzu kommt die Tatsache, dass auch hier oftmals recht unflexible Zeitmodelle zur Verfügung stehen.

Ohne Kinderbetreuung aber lässt sich die eigene Selbständigkeit kaum erfolgreich aufbauen. Eine Alternative zu konventionellen Betreuungsangeboten stellt die Beauftragung einer persönlichen Betreuungsperson dar. Sie kommt in den eigenen Haushalt und kümmert sich für eine vorab festgelegte Zeit um die Kinder. Für Mütter kann das sinnvoll sein, denn so haben sie ihre Kinder stets ganz dicht bei sich und sind dennoch dazu in der Lage, sich voll und ganz auf den Job zu konzentrieren.

Bei der Betreuung im Privathaushalt kommt es selbstverständlich ebenfalls darauf an, eine fähige Person zu finden. Auch die Bezahlung ist nicht unwichtig, denn Betreuungskosten können die Steuerlast am Ende des Jahres senken. Damit das jedoch funktioniert, muss die Bezahlung per Überweisung erfolgen. Hier setzt das Portal yoopies.de an. Es ermöglicht das Suchen und Finden von Betreuungspersonen und übernimmt die Zahlung im wöchentlichen Turnus abhängig von der individuellen Arbeitszeit der Betreuungsperson. Auch der voraussichtliche Steuerabzug und die sogenannten „Effektiven Kosten“ abzüglich der Steuerentlastung sind bei der Buchung einsehbar.

Rechtliche und finanzielle Punkte beachten

Mit einem klugen Plan und einem wasserdichten Kinderbetreuungskonzept in der Tasche scheint der Start in die Selbständigkeit greifbar nah. Vorschnelles Handeln ist aber auch jetzt nicht empfehlenswert, denn es gibt einige rechtliche Rahmenbedingungen, die Selbständige vom ersten Tag an erfüllen müssen. Wer sich während der Elternzeit selbständig machen möchte, muss zunächst den eigenen Arbeitgeber um Erlaubnis bitten. Grundsätzlich ist es gestattet, während er Elternzeit bis zu dreißig Stunden wöchentlich selbständig zu arbeiten. Da Einverständnis des Arbeitgebers sollte in jedem Fall schriftlich erfolgen, um bei Unklarheiten in der Zukunft Beweise vorlegen zu können.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Einkünfte aus selbständiger Arbeit. Diese sind selbstverständlich nicht steuerfrei und müssen am Ende des Wirtschaftsjahres im Rahmen der Steuererklärung angegeben werden. Mütter sollten daher nicht vergessen, sich rechtzeitig um Rücklagen zu kümmern, die eine eventuelle Nachzahlung abdecken. Hier hilft ein Beratungsgespräch mit dem Steuerberater, denn er kann im Hinblick auf den zu erwartenden Steuersatz Tipps geben.

Verbunden mit den Einkünften ist gegebenenfalls auch die Sozialversicherung. Mütter sollten sich mit der gesetzlichen Rentenversicherung beschäftigen, denn hier kann es unter Umständen zur Versicherungspflicht kommen. Eine informative Übersicht zu diesem Thema finden Interessierte unter deutsche-rentenversicherung.de. Übersteigen die Einkünfte einen bestimmten Grenzwert, so müssen reguläre Abgaben zur Rentenversicherung geleistet werden. Wer das versäumt, muss im Zweifel mit empfindlichen Nachzahlungen und viel Stress rechnen.

Gleiches gilt auch für die Krankenversicherung. Nebenberuflich selbständige Mütter dürfen nur in der Familienversicherung verbleiben, wenn ihre Einkünfte 435 Euro monatlich nicht übersteigen. Dieser Wert gilt für 2018 und ändert sich jährlich. 2017 noch lag er bei 425 Euro. Sobald die Einkünfte diesen Wert übersteigen, müssen sich Mütter eigenständig krankenversichern, was empfindlich hohe Kosten verursachen kann. Auch an diesem Punkt ist es daher nur empfehlenswert, auch in finanzieller Hinsicht sehr sorgfältig zu planen.

Das könnte dir auch gefallen