Let’s travel together.

Schwanger werden: Der ultimative Kinderwunsch-Guide

0

Du möchtest schwanger werden? Eigentlich ist es ja ganz einfach. Mann und Frau sind sich einig, sie möchten ein Kind. Sie schlafen miteinander, die Frau wird schwanger. Das Baby kommt und alle sind glücklich. So weit, so simpel. Aber so leicht klappt es tatsächlich nur selten. Woran das liegt, was du tun kannst, damit es bald mit dem schwanger werden klappt, und vieles mehr verraten wir in diesem Artikel.

Das Wichtigste in Kürze

  • Damit der weibliche Körper einer Schwangerschaft „zustimmt“, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
  • Die fruchtbaren Tage sind nicht immer in der Mitte des Zyklus. Sie zu kennen ist wichtig, um die Chance schwanger zu werden zu erhöhen.
  • Mit viel Entspannung und Gelassenheit kommst du leichter zum Ziel.
  • Eine gesunde Lebensweise und die Kraft der Kräuter können viel bewirken.
  • Gesundheitliche Probleme sollten vor der Schwangerschaft angegangen werden.
  • Auch Männer können bei Kinderwunsch einiges tun.
  • Wenn es auf natürlichem Wege nicht mit einer Schwangerschaft klappt, gibt es einige Alternativen.
  • Es ist wichtig für die Seele, nicht das ganze Leben auf den Kinderwunsch auszurichten.

Schwanger werden – das sind die Voraussetzungen

Wenn Frauen keine Kinder bekommen würden, wäre die Menschheit bald ausgestorben. Wir sind also dafür gemacht schwanger zu werden und unser Körper tut alles dafür, damit es auch klappt. Dennoch hakt es manchmal gerade bei den Frauen, die sich doch so sehr ein Kind wünschen. Die Gründe dafür sind verschieden. Generell kann eine Frau schwanger werden, wenn:

  • … der Körper entspannt, gesund und gut durchblutet ist.
  • … die Hormone im Gleichgewicht sind.
  • … die Nährstoffversorgung stimmt.
  • … sie im gebärfähigen Alter ist.
  • … das Sperma des Mannes potent genug ist.
  • … ihre Seele zufrieden ist.

Warum es mit dem Schwanger werden oft nicht so schnell klappt

Wenn du auch zu den Frauen gehörst, die schon länger vergeblich versuchen, schwanger zu werden, tröste dich. Du bist nicht allein. So wie dir geht es vielen, jedoch sprechen nur wenige darüber. Die Gründe sind vielfältig. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, haben wir mögliche Ursachen für eine ausbleibende Schwangerschaft für dich geordnet.

Das Alter

Die vielzitierte biologische Uhr tickt tatsächlich. Je älter die Frau, desto geringer die Chancen auf eine Schwangerschaft. Trotzdem schieben immer mehr Frauen ihren Kinderwunsch nach hinten, weil sie erst ihre Ausbildung oder ihr Studium beenden und erste Erfahrungen am Arbeitsmarkt sammeln wollen. Das ist völlig verständlich, kann aber die Wartezeit auf ein Baby erheblich verlängern.

Laut eines Spiegel-Artikels von 2017, der auf einer Studie des statistischen Bundesamtes basiert, war die Mehrzahl der deutschen Mütter bei der Geburt um die 30 Jahre alt. Die Altersgruppe der über 35-jährigen wird ebenfalls zunehmend größer. Das beste Alter zum Kinderkriegen liegt jedoch zwischen 19 und 24 Jahren. Und auch bei Männern nimmt die Spermaqualität ab 40 schrittweise ab.

Sex an den unfruchtbaren Tagen

Auch wenn es seltsam erscheint, manchmal sorgt die bloße Unkenntnis der fruchtbaren Tage dafür, dass es mit dem Schwanger werden einfach nicht klappen will. Denn, wie die meisten wissen, gibt es innerhalb des Zyklus der Frau nur etwa 5-6 Tage, die als fruchtbar gelten und nur 1-2 Tage, die hochfruchtbar sind. Aber nur wenige wissen wirklich, wo in ihrem Zyklus diese Tage tatsächlich liegen.

Dies liegt meist daran, dass davon ausgegangen wird, dass der Eisprung immer etwa zur gleichen Zeit in der Zyklusmitte stattfindet. Dem ist aber oft nicht so. Nicht nur die Zykluslänge weicht oft deutlich von 28 Tagen ab. Auch der Eisprung selbst kann sich immer mal wieder verschieben, ohne dass du es merkst. Oder aber er findet sogar jedes Mal viel früher oder viel später statt, als du denkst. Wenn du es schon länger versuchst, ist es also wichtig, deine fruchtbaren Tage zu kennen, um die Chancen auf ein Baby zu erhöhen.

Pro Zyklus beträgt die Chance auf eine Schwangerschaft lediglich maximal 30%, wenn die Frau Anfang 20 und gesund ist, und um den Eisprung herum Sex hat. Zu Anfang der fruchtbaren Tage führt Sex mit lediglich 5-prozentiger Wahrscheinlichkeit zu einer Schwangerschaft. Außerhalb der fruchtbaren Tage ist die Chance schwanger zu werden gleich null.

Allgemeine Probleme bei Mann oder Frau

Manchmal ist die Ursache leider nicht so naheliegend wie gedacht, sondern das Leben als solches macht es uns einfach schwer, schwanger zu werden. Folgende Umstände können (müssen aber nicht) bei Frau und Mann dazu führen, dass es mit einer Schwangerschaft schwieriger wird.

  • Einseitige Ernährung
    Wenn die Nährstoffversorgung nicht stimmt, kommen auch die Hormone durcheinander. Bei Mangelerscheinungen schaltet der Körper sogar auf Sparflamme und verhindert dadurch absichtlich eine Schwangerschaft, da diese zu riskant für die Frau wäre. Wer sich abwechslungsreich ernährt, ist auf der sicheren Seite. Wer sich jedoch einseitig ernährt, sollte seine Ernährung überdenken.
  • Übermäßiger Stress
    Natürlich werden viele Frauen auch schwanger, wenn sie gerade in einer besonders stressigen Phase stecken. Aber diese Phasen sind meist von kurzer Dauer und daher auch nicht sehr belastend für den Körper. Wenn du allerdings unter Dauerstress stehst und dein Körper permanent erschöpft ist, kann es passieren, dass du aus reinem Selbstschutz nicht schwanger werden kannst. Beim Mann wird unter Umständen die Samenproduktion heruntergefahren. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um körperlichen oder seelischen Stress handelt. Übrigens gilt auch Leistungssport wie z.B. Marathon-Laufen als Stressfaktor.
  • Übergewicht
    Ein paar Pfunde zu viel sind kein Problem. Stark übergewichtige Frauen und Männer haben jedoch gar nicht selten Probleme, schwanger zu werden. Dabei stellt Bauchfett im Bereich der Taille den größten Risikofaktor dar.

Großes Übergewicht führt zu:

  • Störung des Hormonhaushalts durch mehr männliche Hormone bei Frauen
  • erhöhter Produktion entzündungsfördernder Stoffe
  • vermehrter Insulin-Produktion, die Diabetes hervorruft und Eierstockkrankheiten wie z.B. PCO begünstigt
  • geringerer Testosteronproduktion und verminderter Spermaqualität bei Männern
  • Untergewicht
    Neben starkem Übergewicht, gilt auch extremes Untergewicht als Ursache ungewollter Kinderlosigkeit. Wenn der Körper durch das Untergewicht nicht in der Lage ist, wichtige Nährstoffe zu speichern, hat er keine Reserven für eine Schwangerschaft. Wenn zu wenig Vitamine und Mineralien zugeführt werden, wäre eine Schwangerschaft ebenfalls riskant. Demzufolge ändert sich der Hormonhaushalt der Frau so, dass sie gar nicht erst schwanger werden kann. Eisprünge bleiben aus, die Zyklen sind extrem unregelmäßig.
  • Chronische Erkrankungen oder frühere Krankheiten
    Es gibt eine ganze Reihe von Krankheiten, die eine Schwangerschaft nur eingeschränkt möglich machen. Dazu gehören chronische Krankheiten, wie zum Beispiel Diabetes, Rheuma, Asthma, Schilddrüsenfehlfunktionen oder Morbus Crohn. Oder es liegen Autoimmunkrankheiten wie z.B. Hashimoto vor. Auch Bluthochdruck und etliche andere Vorerkrankungen können ein Risiko darstellen. Besprich dich bei Kinderwunsch immer mit deinem Facharzt. Gut eingestellt und lückenlos beobachtet ist eine Schwangerschaft meist dennoch möglich.
  • Genetische Gründe
    Wenn ein Paar einfach nicht schwanger wird oder bereits mehrere Fehlgeburten erleiden musste, kann es sein, dass einer der Partner (oder beide) einen Gendefekt mitbringen. Dieser ist nicht immer sichtbar, viele Defekte bleiben, wenn sie weniger wichtige Gene betreffen, erst einmal im Verborgenen. So kann zum Beispiel eine sogenannte Translokation (Genverschiebung) oder eine Veränderung der Chromosomenzahl vorliegen, die bei der Eizell- bzw. Spermienbildung auf unterschiedliche Weise weitergegeben wird. Embryos mit resultierenden Defekten sind oft nicht überlebensfähig und gehen meist schon sehr früh ab. Wenn ein Paar bereits zwei oder mehr Fehlgeburten hinter sich hat, sollte ein Humangenetiker hinzugezogen werden, um eine genetische Ursache ausschließen bzw. das Paar entsprechend beraten zu können.

Gynäkologische Probleme

Wenn ein Kinderwunsch besteht, ist es eine gute Idee, den Frauenarzt aufzusuchen, bevor man schwanger wird. Dies ist vor allem bei Zyklusschwankungen oder -beschwerden angezeigt. Der Gynäkologe kann etwaige gynäkologische Probleme erkennen und behandeln. Wenn Einschränkungen der Fruchtbarkeit vorliegen, kann er beratend tätig werden. Einschränkungen können zum Beispiel bestehen, wenn:

  • aufgrund früherer Entzündungen die Eileiter partiell oder vollständig verschlossen sind.
  • eine Endometriose (Versprengung von Gebärmutterschleimhaut) vorliegt.
  • die Frau unter Myomen leidet (gutartige Verdickungen der Gebärmutterwand).
  • hormonelle Verschiebungen bestehen, die zu unregelmäßigen Zyklen, zu wenig Eisprüngen, Eierstockzysten oder Gelbkörperschwäche geführt haben.

Probleme beim Mann

Wenn Paare einfach nicht schwanger werden können, liegt es in 30% der Fälle am Mann. Meist ist die Qualität des Spermas einfach nicht ausreichend. Dies kann (muss aber nicht) ein vorübergehender Zustand sein. Am besten wird das Sperma im Rahmen eines Spermiogramms untersucht. Je nach Menge und Zusammensetzung lassen sich damit auch Rückschlüsse auf andere Ursachen, wie zum Beispiel verschlossene Samenleiter ziehen. Denn wie die Eileiter bei der Frau können auch die Samenleiter durch vorhergehende Krankheiten beeinträchtigt sein. Dies kann oft operativ behoben werden. Manchmal muss Sperma dann aber direkt aus den Hoden gewonnen werden.

Die besten Ansätze, um schnell schwanger zu werden

In diesem Abschnitt findest du ein paar Vorschläge und Tipps, wie du deine Fruchtbarkeit verbessern kannst, damit einer Schwangerschaft so wenig wie möglich im Wege steht. Schnell schwanger werden – die 7 besten Tipps.

1. Ansatz: Fruchtbare Tage kennen

Will man seine Chancen auf eine Schwangerschaft optimieren, ist es ziemlich wichtig zu wissen, wann es überhaupt zu einer solchen kommen kann und was im Körper dabei genau passiert.

Der Zyklusbeginn

Der Zyklus einer Frau beginnt immer am ersten Tag der letzten Regelblutung. Als erster Tag gilt immer derjenige, an dem die Blutung mit voller Stärke eingesetzt hat. Etwaige Schmierblutungen zu Anfang zählen noch zum Zyklus davor. Mit eingesetzter Regelblutung ist meist keine Schwangerschaft möglich. Aber schon während der ersten Tage der Periode kann sich etwas tun.

Der Beginn der fruchtbaren Tage

Wenn eine Frau eher kürzere Zyklen hat, können die fruchtbaren Tage bereits nach ca. 4 Tagen beginnen. Der FSH-Spiegel steigt an und mehrere Eizellen beginnen in den Eierstöcken heranzureifen. Diese produzieren Östrogen, was den Östrogenspiegel ansteigen lässt.

FSH – Follikelstimulierendes Hormon

Dieses Hormon wird vorwiegend in der ersten Zyklushälfte in der Hirnanhangdrüse gebildet und ist bei Frauen für die Eizellreifung (Follikelreifung) unerlässlich. Sobald die heranreifenden Eizellen genug Östrogen produzieren, wird die FSH-Produktion heruntergefahren. So erhält nur noch das Leitfollikel genügend FSH, um fertig reifen zu können.

Kurz vor dem Eisprung steigt der LH-Spiegel sprunghaft an. Die sogenannte Follikelreifungsphase ist bei jeder Frau unterschiedlich lang und kann auch bei ein und derselben Frau je nach Hormonstatus variieren. Als fruchtbar gelten diese Tage bereits, weil Spermien im Körper der Frau bis zu 6 Tage überleben und dort auf den Eisprung warten können. Wann dieser genau stattfindet, ist nur schwer zu bestimmen. Auf die verschiedenen Möglichkeiten der Eisprungbestimmung gehen wir weiter unten ein.

LH – Luteinisierendes Hormon

Dieses Hormon wird bei Frauen kurz vor dem Eisprung ausgeschüttet und löst diesen aus, sobald die Eizelle reif genug ist. Je höher der LH-Spiegel, desto näher rückt der Eisprung. Ovulationstests nutzen den LH-Spiegel, um die fruchtbaren Tage zu bestimmen.

Der Eisprung – der Höhepunkt der fruchtbaren Tage

Sind die Follikel herangereift, wird das (oder die) am besten entwickelte zum Leitfollikel. Die anderen sterben wegen des sinkenden FSH-Spiegels ab. In welchem Eierstock dies stattfindet, ist rein zufällig. Beim Eisprung durchbricht die Eizelle des Leitfollikels die Follikelhülle und die Eierstockwand und wird in den trichterförmigen Eileiter abgegeben. Der Rest des Follikels wird zum sogenannten Gelbkörper. Der Östrogenspiegel fällt leicht und der LH-Spiegel stark ab.

Um den Eisprung herum ist die Chance auf eine erfolgreiche Befruchtung am größten. Bei jungen gesunden Frauen beträgt die Chance auf eine Schwangerschaft bei ungeschütztem Sex an diesem Tag etwa 30% (siehe Grafik).

Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen BefruchtungWahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung

Allerdings bleibt die Eizelle nur maximal bis zu 24 Stunden befruchtungsfähig. Danach vergeht sie. Manchmal kommt es vor, dass innerhalb dieser 24 Stunden noch ein zweites Ei springt. Dann verlängert sich die Fruchtbarkeitsphase entsprechend noch einmal.

Um den Eisprung bestimmen zu können, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Eisprungrechner
    Ein guter Eisprungrechner zeigt dir wahrscheinlich fruchtbare Tage auf der Basis deiner individuellen Zykluslänge an. Da diese variieren kann und sich auch der Eisprung selbst innerhalb des Zyklus verschieben kann, ist er nicht zu 100 % zuverlässig. Jedoch ist ein Eisprungrechner immer ein guter Anfang auf dem Weg zum Schwanger werden.
  • Ovulationstests
    Gute Ovulationstests können je nach Art bis zu 4 fruchtbare Tage erkennen, in denen du schwanger werden kannst. Dies hängt vom individuellen Hormonspiegel der Frau ab. Die meisten Tests zeigen nur 1-2 fruchtbare Tage in denen der Hormonpegel am höchsten ist. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wann im Zyklus dein Eisprung stattfindet, sind Ovulationstests eine gute Basis.
  • NFP (natürliche Familienplanung)
    Die beste Methode, um die tatsächlich fruchtbaren Tage zu ermitteln, ist NFP. Sie kombiniert das Messen der sich im Zyklus verändernden Aufwachtemperatur mit zusätzlichen Beobachtungen wie der Zervixschleimbeobachtung oder der Kontrolle des Muttermundes und ist richtig angewendet sogar zur Verhütung geeignet. Allerdings erfordert diese Methode eine gewisse Lernbereitschaft und Disziplin.
  • Zervixschleim-Beobachtung
    Wer es einfacher mag, kann sich die ausschließliche Beobachtung des Zervixschleims zunutze machen. Auch dies erfordert etwas Übung, lässt aber ebenfalls die besten Tage erkennen, an denen du schwanger werden kannst. Zur Verhütung ist diese Methode jedoch nicht geeignet.

Der Gelbkörper

Nach dem Eisprung beginnt die zweite Zyklusphase. Nun schüttet der Gelbkörper Progesteron aus. Dieses Hormon sorgt unter anderem dafür, dass sich die Gebärmutter auf eine etwaige Schwangerschaft einstellen kann, indem sie beginnt Schleimhaut auf- und umzubauen, damit sich die Eizelle einnisten kann – sofern sie denn befruchtet wurde. War die Einnistung erfolgreich, produziert der Gelbkörper auch in den ersten Monaten der Schwangerschaft Progesteron, damit diese aufrecht erhalten werden kann. Er tut dies so lange, bis die neu gebildete Plazenta diese Aufgabe übernehmen kann. Manchmal sorgt eine Gelbkörperschwäche dafür, dass es trotz Befruchtung zu keiner Einnistung kommt oder dass die Schwangerschaft die ersten 12 Wochen nicht übersteht.

Der Weg der Eizelle

Nach dem Eisprung wartet die Eizelle auf eine Befruchtung und wandert langsam mit Hilfe der Flimmerhärchen in Richtung Gebärmutter. Gibt es zu Zeitpunkt des Eisprungs befruchtungsfähige Spermien vor Ort, beginnen diese an der Eihülle zu bohren. Die Eizelle entscheidet jedoch, welchem Spermium sie sich öffnet. Darf eines hinein, stößt es seinen Schwanz ab und verschmilzt sogleich mit der Eizelle. Sofort wird die Membran für die anderen Spermien undurchlässig und die Zellteilung beginnt schon auf dem Weg in die Gebärmutter. Zu diesem Zeitpunkt weiß der Körper noch nicht wirklich, dass er schwanger ist. Manche Frauen schwören, sie hätten die Befruchtung gefühlt. Wissenschaftlich belegbar ist das aber bisher nicht.
Wurde die Eizelle innerhalb des Zeitfensters nicht befruchtet, zerfällt sie noch auf dem Weg.

Ohne Einnistung

Wenn keine befruchtete Eizelle ihren Weg in die Gebärmutter findet, sinkt der Progesteronspiegel wieder ab und die oberen Schichten der Gebärmutterschleimhaut beginnen sich zu lösen. Die Regelblutung setzt ein, bei der das überflüssige Gewebe abgestoßen wird. Wenn es eine befruchtete Eizelle nicht schafft, sich erfolgreich einzunisten, wird sie ebenfalls mit der einsetzenden Regelblutung ausgespült. Man spricht dann von einem Frühabgang.

Mit Einnistung

Wenn die befruchtete Eizelle nach ein paar Tagen in der Gebärmutter ankommt, kann es noch einmal einige Tage dauern, bis sie ein gutes Plätzchen in der Gebärmutter gefunden hat. Dann verbindet sich die Eizelle teilweise mit der Gebärmutterschleimhaut. Die dabei entstehenden Zellen werden zur Plazenta und beginnen das Schwangerschaftshormon HCG zu produzieren. Von der Befruchtung selbst bis zur Einnistung können bis zu 10 Tage vergehen. Meistens geht es etwas schneller, aber 6 Tage dauert es auf jeden Fall. Manchmal kommt es während der Einnistung zu einer Schmierblutung. Der steigende HCG-Spiegel kann nun bereits für die ersten Schwangerschaftssymptome sorgen. Er ist die Grundlage für gängige Schwangerschaftstests.

2. Ansatz: Viel Entspannung und Gelassenheit

Übermäßiger Stress ist nicht gut, wenn du schwanger werden möchtest! Denn großer, vor allem chronischer Stress begünstigt Entzündungen und kann den Hormonhaushalt durcheinander bringen.
Wenn wir gestresst sind, produzieren unsere Nebennieren das Stresshormon Cortisol, dass eigentlich dafür sorgen soll, dass wir in Gefahrensituationen handlungsfähig bleiben und schnell reagieren können. Dauerhaft ausgeschüttet schadet es aber. Unser Körper kann Cortisol abbauen, aber nur, wenn er die Gelegenheit dazu bekommt. Ansonsten erschöpfen sich die Nebennieren und wir bekommen die Auswirkungen von zu viel Stress auf vielfältige Art und Weise zu spüren.

Stress reduzieren

Wenn du schwanger werden willst, versuch am besten Stressoren zu reduzieren. Wenn dies nicht geht, kannst du folgende Möglichkeiten nutzen, um den Stress immer wieder zuverlässig abzubauen:

  • Schlafen, schlafen, nochmals schlafen – im Schlaf wird viel Cortisol abgebaut
  • Sport – denn auch nach dem Sport geht es uns meist besser. Aber übertreibe nicht!
  • Yoga, Meditation, autogenes Training, Akupunktur – all diese Techniken können Stress reduzieren und dir sogar dabei helfen, mit schwierigen Situationen besser umzugehen
  • Wellness-Massagen – wenn du Berührungen magst, können Massagen dein Stresslevel reduzieren und für Entspannung sorgen.
  • Immer wieder Auszeiten gönnen – das lange Wochenende auf dem Land, der arbeitsfreie Nachmittag im Café, der Samstag im Spa … all diese Dinge reichen manchmal schon aus, um sich wieder besser zu fühlen und das Leben richtig genießen zu können.
  • Einen längeren Urlaub planen – meist reichen 2 Wochen nicht aus, um wirklich abzuschalten. Mediziner gehen davon aus, dass wir mindestens 3 Wochen brauchen, um uns wirklich vom Alltag zu lösen. Ein langer Urlaub wirkt manchmal Wunder. Die Hormone normalisieren sich und plötzlich klappt das schwanger werden ganz schnell 😉
  • Die Sichtweise ändern – wenn du dir darüber bewusst wirst, was dich stresst, kannst du auch an deiner eigenen Einstellung den Dingen gegenüber arbeiten. Denn wenn du es schaffst, gelassener und positiver durch das Leben zu gehen, baut sich Stress gar nicht erst auf.

3. Ansatz: Gesunde Lebensweise

Eine gesunde Lebensweise ist der Schlüssel zu einem gesunden Körper. Und nur ein gesunder Körper kann problemlos ein Kind austragen. Das heißt nicht, dass es gesundheitlich beeinträchtigten Frauen nicht möglich ist, ein Kind zu bekommen, aber leicht ist es sicher nicht.

Meist ist gar nicht viel nötig, um besser zu leben. Alles umzustellen ist oft gar nicht erforderlich. Um besser schwanger werden zu können, versuch es doch einmal mit folgenden Dingen:

  • Viel Bewegung an der frischen Luft
  • Ein höherer Gemüse- und Obstanteil in der Nahrung
  • Genussgifte wie Kaffee, Süßes, Alkohol weniger oft konsumieren
  • Das Rauchen sein lassen
  • Mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag trinken
  • Einen geregelten Tagesablauf einführen und für ausreichend Schlaf sorgen

Wenn du ein Baby möchtest, beginn am besten jetzt schon mit der Einnahme von Folsäure, um einen Puffer für die Frühschwangerschaft aufzubauen. Viele Frauen haben einen Mangel, ohne es zu wissen. Mit normaler Ernährung lässt sich der hohe Folsäure-Bedarf in den ersten Wochen der Schwangerschaft aber kaum decken. Ein Folsäure Mangel kann zu schweren Schäden am Embryo führen, die du so verhindern kannst.

4. Ansatz: Gesundheitliche Probleme erkennen und behandeln

Wer schwanger werden möchte, tut gut darin, einen kleinen Arzt-Rundflug zu starten, um zu schauen, ob die Voraussetzungen stimmen. Mindestens der Frauenarzt sollte aufgesucht werden, damit gynäkologische Probleme schnell erkannt und umgehend behandelt werden können.

Hast du generell Probleme, wie zum Beispiel öfter große Müdigkeit, unerklärliche Gewichtszu- bzw. abnahmen etc. solltest du Blut kontrollieren lassen. Denn gar nicht selten liegt zum Beispiel ein Eisenmangel vor, der einer Schwangerschaft im Weg stehen könnte. Und auch die Schilddrüsenwerte sollten ab und zu gecheckt werden. Schon eine leichte Schilddrüsenunterfunktion kann das Schwanger werden nahezu unmöglich machen. Sie lässt sich meist mit der Einnahme von Schilddrüsenhormonen gut ausbalancieren.

Hast du immer wieder Probleme mit der Verdauung, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, diese anzugehen. Denn die Darmgesundheit kann sich auch auf andere Körperfunktionen und sogar auf den Hormonhaushalt auswirken. Es gibt nur wenige Allgemeinmediziner, die Verdauungsprobleme ganzheitlich angehen können und wollen. Den besten Anlaufpunkt stellt unseres Erachtens in diesem Fall ein erfahrener Heilpraktiker dar.

5. Ansatz: Die Kraft der Kräuter nutzen

Wenn du glaubst, dass deine Hormone ordentlich aus dem Gleichgewicht sind, sollte der erste Gang natürlich immer zum Frauenarzt führen. Wenn du jedoch nur kleine Wehwehchen hast, kannst du durchaus auf die Heilkraft von Mutter Natur setzen. Viele Kräuter und bestimmte Pflanzen werden seit Jahrtausenden zur Kinderwunsch-Behandlung eingesetzt. Meist werden sie in Zyklustees oder Kinderwunschtees kombiniert oder wie im Beispiel von Mönchspfeffer in Kapselform eingenommen.

Einige Kräuter stimulieren die Bildung bestimmter Hormone, andere bringen selbst hormonähnliche Stoffe mit. Andere dienen der Entgiftung oder Ausleitung. Da die Dosierung der Tees geringer als von Medikamenten ist, sind im Normalfall keine Nebenwirkungen zu erwarten. Jedoch ist etwas Geduld erforderlich. Denn nur über einen Zeitraum von mehreren Wochen bzw. Monaten angewandt, können die Heilkräuter ihre Wirkung entfalten.

So erkennst du eine Schwangerschaft

Nach einigen Monaten des Übens ist es bei vielen Frauen dann soweit. Du bist endlich schwanger oder glaubst zumindest es zu sein. Je stärker der Kinderwunsch, desto größer ist die Gefahr, bestimmte Anzeichen überzubewerten. Einige Schwangerschaftsanzeichen bergen große Verwechslungsgefahr mit Symptomen einer PMS oder anderen hormonell bedingten Beschwerden.

In der folgenden Tabelle findest du mögliche Schwangerschaftsanzeichen gegliedert nach dem Zeitpunkt, zu dem sie auftreten können. Die Art des Anzeichens (unsicher, wahrscheinlich, sicher) gibt Aufschluss über die Zuverlässigkeit.

[table id=39 /]

Auch Männer können bei Kinderwunsch etwas tun

Wenn ein Paar nicht schwanger werden kann, obwohl es keine augenscheinlichen Probleme bei der Frau gibt, bringt ein Spermiogramm manchmal Klarheit. Bei einer schwerwiegenden Beeinträchtigung zum Beispiel des Samentransports oder bei der Samenproduktion, kann nur ein Spezialist helfen. Wenn die Samenqualität aber lediglich vermindert ist, kann auch der Mann selbst einiges tun, um sie wieder zu verbessern:

  • Ernährung überdenken
  • Überwärmung der Hoden vermeiden
  • Toxine reduzieren
  • Strahlung reduzieren
  • Übergewicht reduzieren
  • Medikamente hinterfragen
  • Mehr Sex haben

Mehr Infos dazu findest du im Artikel Kein gutes Sperma – das können Sie bei Kinderwunsch tun.

Die häufigsten Fehler bei Kinderwunsch

Man kann im Leben so Einiges falsch machen. Doof nur, wenn sich diese Fehler auf die Möglichkeit auswirken können, überhaupt schwanger zu werden. Wir haben die gängigsten Fehler für dich zusammengefasst, damit du sie wo möglich vermeiden kannst.

  • Zu spät mit der Familienplanung beginnen
    Zugegeben kommt diese Erkenntnis meist zu spät. Aber vielleicht hilft sie, wenn es darum geht, noch ein Geschwisterchen zu planen. Zu lange warten solltest du nicht, denn mit jedem Jahr sinkt die Chance schwanger zu werden.
  • Sein Leben vom Kinderwunsch beherrschen lassen
    Auch und gerade wenn du es schon länger versuchst: es ist sehr wichtig, das Leben auch ohne Kind in vollen Zügen genießen zu können und sich nicht von allem, das Spaß macht, zurückzuziehen. Denn unverkrampft klappt es besser. Und selbst wenn es nicht klappen sollte, können Freunde, schöne Hobbys und Reisen das Leben dennoch äußerst lebenswert machen.
  • Zu viel Stress im Alltag zulassen
    Egal ob psychisch oder körperlich, zu viel Stress versetzt den Körper permanent in Alarmbereitschaft. Selbst wenn alle anderen Voraussetzungen stimmen, kann es passieren, dass eine Schwangerschaft allein deswegen ausbleibt.
  • Die fruchtbaren Tage nicht kennen
    Wenn du diesen Artikel gelesen hast, wird dir dieser Fehler mit Sicherheit nicht mehr passieren. Aber es gibt genügend Paare, die nicht wirklich wissen, wann die Frau tatsächlich fruchtbar ist. Aber keine Sorge, du darfst und solltest auch öfter Sex haben, als nur an den fruchtbaren Tagen.
  • Rauchen und regelmäßiger Alkoholkonsum
    In diversen Studien wurde festgestellt, dass sowohl das Rauchen von mindestens 10 Zigaretten am Tag als auch regelmäßiger Alkoholkonsum bereits kleiner Mengen zu einer verminderten Fruchtbarkeit bei Mann und Frau führen können. Von Drogen sprechen wir gar nicht erst.
  • Das falsche Gleitmittel
    Normale Gleitmittel töten die Spermien ab. Ziemlich schlecht, wenn man eigentlich schwanger werden will. Wenn du ein Gleitmittel benötigst, dann wähle eines, dass speziell für Paare mit Kinderwunsch entwickelt wurde.
  • Die Schuld nur bei der Frau suchen
    Wenn ein Paar nicht schwanger wird, starten viele Frauen das volle Programm, um ihre Chancen auf eine Schwangerschaft zu optimieren. Dabei wird häufig übersehen, dass es eben auch am Mann liegen könnte, dass es einfach nicht klappt.
  • Keine Hilfe annehmen
    Viele Frauen verzweifeln nahezu, wenn das Baby auf sich warten lässt. Sie ziehen sich zurück und werden mitunter depressiv. Das muss nicht sein. Besser ist es, offen mit dem Problem umzugehen. Wenn Freunde und Familie nicht unterstützen können, such dir Hilfe bei deinem Hausarzt oder einem Therapeuten. Und denk immer daran, du bist mit deinem Problem keinesfalls allein auf der Welt.

Alternativen bei unerfülltem Kinderwunsch

Wenn all deine Bemühungen scheitern und du einfach nicht schwanger wirst, ist es Zeit, über Alternativen nachzudenken. Dabei stehen die Methoden der künstlichen Befruchtung meist ganz oben auf der Liste. Aber es gibt durchaus auch andere Möglichkeiten. Welche das sind, kannst du in diesem Abschnitt nachlesen.

Künstliche Befruchtung

Eine künstliche Befruchtung ist eine nicht ganz kostengünstige Möglichkeit, um doch noch ein eigenes Kind zu bekommen. Eine Garantie gibt es auch hier nicht, aber je nach persönlichen Voraussetzungen und verwendeter Methode sind die Chancen heutzutage gar nicht mal so schlecht. Mehr Infos gibt es hier: Künstliche Befruchtung: Kosten, Chancen & Risiken

Adoption / Pflegschaft

Wenn es mit dem eigenen Kind nicht klappt, kommt manchmal eine Adoption in Frage. Jedoch müssen hier einige Voraussetzungen erfüllt sein und teilweise ist die Wartezeit auf ein Kind recht lang und beträgt etwa zwischen 2 und 7 Jahren. Der Familien-Wegweiser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gibt Auskunft darüber, welche Voraussetzungen für eine Adoption erfüllt sein müssen und welche Schritte nötig sind, um ein Kind zu adoptieren.

Paare, die vielleicht schon zu alt für eine Adoption sind, sollten über ein Pflegekind nachdenken. Bei einer In-Pflegename werden die Pflegeeltern finanziell unterstützt, müssen aber unter Umständen damit zurecht kommen, dass das Kind nur zeitweise bei ihnen aufwachsen darf. Auf www.pflegekinder-berlin.de kannst du nachlesen, ob eine Pflegschaft für dich in Frage kommt und was du tun kannst, wenn du dich dafür entscheidest.

Kinderdorfeltern werden

Wenn du immer von einer großen Familie geträumt hast, kannst du diesen Traum vielleicht doch noch wahr werden lassen. Kinderdorfmütter bzw. -eltern müssen sich für diesen Beruf berufsbegleitend qualifizieren und leben dann mit den ihnen anvertrauten Kindern dauerhaft in einer richtigen Familie zusammen. Toll, wenn dein Partner auch dazu bereit ist. Er darf seinen Beruf weiter ausüben, wohnt aber mit dir als Vater in der Familie. Das SOS Kinderdorf-Fachportal gibt Auskunft über alle wichtigen Fragen rund um dieses Thema.

Kinderlosigkeit akzeptieren

So hart es klingt, wenn es nicht klappt und eine Adoption oder Pflegschaft für dich nicht in Frage kommt, musst du dir vor Augen führen, dass ein glückliches Leben durchaus auch ohne eigenes Kind möglich ist. Auch wenn dies nicht deinem eigentlichen Lebensentwurf entspricht. Und wer weiß, manchmal klappt es plötzlich, wenn der Druck abfällt, weil der Fokus eben nicht mehr auf dem alles beherrschenden Kinderwunsch liegt.

Wir haben ein paar kleine Dinge zusammengestellt, die dir dein Leben wieder versüßen können:

  • Dich intensiv um Neffen/Nichten und Nachbarskinder kümmern, die Eltern werden es dir danken.
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten und soziales Engagement helfen allen. Vor allem geben sie dir Sicherheit, gebraucht zu werden.
  • Viele Eltern vermissen die Zeit, in der sie ohne Verpflichtungen ihren geliebten Hobbys nachgehen konnten. Es gibt etliche tolle und erfüllende Dinge, die man mit seiner Zeit tun kann, du musst nur anfangen.
  • Viel reisen, um die Schönheit der Welt zu erkunden. Nimm dir all die Dinge vor, die mit Kind einfach unmöglich wären.
  • Lecker essen gehen. Lass den Herd Herd sein und genieß deine Freiheit öfter mal in einem schicken Restaurant oder auf einer kulinarischen Reise.
  • Haustiere sind zwar kein Kind-Ersatz, aber machen trotzdem viel Freude.

Fazit

Schwanger werden ist manchmal schwerer als erwartet. Je älter die Frau wird, desto länger kann es dauern und manchmal klappt es auch dann nicht, wenn eigentlich alle Voraussetzungen stimmen. Immerhin bleiben mittlerweile bis zu 10% der Paare ungewollt kinderlos. Aber das heißt auch im Umkehrschluss, dass es 90% der Paare nicht so ergeht. Genau genommen stehen die Chancen ziemlich gut, wenn du dich selbst kennst und deinem Körper und deiner Seele viel Gutes tust. Pack’s an. Wir wünschen dir viel Glück!

Hast du weitere Fragen zum Thema „Schwanger werden“ und „Kinderwunsch“? Dann schreib uns einen Kommentar!

Das könnte dir auch gefallen