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Mit dem Baby durch das erste Jahr – Entwicklung durch Sommer und Winter genießen

Babys erstes Jahr ist sehr aufregend. Jeden Tag lernt der Spross etwas dazu, wird langsam aber stetig vom hilflosen Säugling zum kleinen Menschen. Das erste Rollen, das erste Sitzen, das erste Krabbeln, Brabbeln, Stehen, Sprechen…die ersten Schritte. Es gibt unheimlich viel zu erleben, jeder Tag ist spannend und neu.

Das gilt nicht nur für die Eltern: Auch das Baby erlebt jeden Tag als spannendes neues Abenteuer, an dem viele neue Eindrücke zu entdecken und zu verarbeiten sind. Dass alles neu und spannend ist, bedeutet jedoch auch, dass viele Unsicherheiten auftreten. Was ist normal, wie weit sollte das Baby zu welchem Zeitpunkt entwickelt sein und was gibt es für Eltern zu beachten? Dabei brennt sowohl die Erziehungsfrage stetig auf den Nägeln als auch die, ob man auch sonst alles richtig macht. Zu warm, zu kalt? Was möchte der kleine Mensch mit seinem Weinen ausdrücken und wie kann ihm geholfen werden? Wir klären auf, was Eltern tun können, welche Richtwerte es gibt und warum vieles dabei letztendlich Gefühlssache ist.

Eine spannende Reise

Tag 0: Ein neuer Mensch erblickt das Licht der Welt. Für die Eltern ist der erste Blick in das Gesicht ihres Babys ein wahres Wunder – besonders wenn es das erste Kind ist. Das neue Wesen erstmalig kennen zu lernen, das Produkt der eigenen Liebe in den Armen zu halten, das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Die nächsten Wochen sind geprägt von Kennenlernen, vielen ersten Malen, wachsendem Vertrauen auf beiden Seiten. Und obwohl es viele Leitfäden und Richtlinien gibt, viele Maßtabellen und Aufzählungen, was ein Kind zu welchem Zeitpunkt können sollte, wiegt und misst, ist doch jedes Baby ein Einzelfall: Menschen sind Individuen, das zeigt sich bereits in frühster Kindheit.

Jungen Eltern fällt es häufig schwer, nach der langen Schwangerschaft voller Vorbereitung, Informationsbeschaffung und mentaler Auseinandersetzung mit dem Familiengedanken nun tatsächlich das Baby in den Armen zu halten. Theoretisch wurde zwar schon viel Wissen angehäuft, aber was ist jetzt mit dem praktischen Umgang? Der kleine Mensch steckt voller Herausforderungen, schließlich bleibt ihm nur die nonverbale Kommunikation um sich verständlich zu machen. Das viele Weinen verunsichert und setzt häufig Stress in den Eltern frei. Sich ständig zu fragen „Ist das normal?“ kennen dabei die meisten – allerdings bleibt wie bereits angesprochen, die Normalität nicht immer der Maßstab für alles. Denn jedes Baby ist anders, hat ein eigenes Tempo sich zu entwickeln. Kinderärzte und Hebammen sprechen dabei oft von „Meilensteinen“, die bestimmte Entwicklungsschritte einläuten oder abschließen:

  • Krabbeln,
  • Greifen,
  • Sitzen,
  • Stehen,
  • die ersten Schritte

all das läuft auf der körperlichen Ebene ab, machen den Nachwuchs vom Baby zum Kleinkind. Aber auch im Kopf des Babys geht vieles vor sich:

  • Gesichter erkennen,
  • Abbildungen und Formen zuordnen,
  • Die Eltern bewusst erkennen,
  • Es versteht seinen Namen
  • Und reagiert auf Zurufe und Aktionen der Eltern.

Auch diese Entwicklungssprünge sind nicht zu verachten, denn sie bereiten das Baby auf das weitere Leben vor. Im Gehirn bilden sich täglich neue Verknüpfungen, das Baby kann neue Eindrücke aufnehmen und verarbeiten – all das ist anstrengend und bedeutet echte Meilensteine. Eltern und Nachwuchs gehen auf eine spannende Reise, die die nächsten Jahre alle fest im Griff hat. Was dabei im Einzelnen abläuft, fassen wir hier nur in Ansätzen zusammen – denn wie bereits gesagt: Jedes Kind ist einzigartig und hat einen ganz individuellen Entwicklungsrhythmus.

Die wichtigsten Entwicklungsschritte

Tag 1: 52 Wochen sind zu zählen, bis das Baby offiziell zum Kleinkind wird. In diesen 52 Wochen passiert unheimlich viel, denn beinahe jede Woche tut sich etwas beim Baby. Kein Jahr ist dabei so entscheidend für die Entwicklungen im gesamten späteren Leben wie das erste. Manche Entwicklungen muten als richtige „Sprünge“ an, wird doch von jetzt auf gleich fast alles anders. Andere Entwicklungen kommen schleichend, jeden Tag entwickelt sich ein kleines Stück weiter.

Mama mit Kind

Dabei ist nicht alles immer schön. Schlaflose Nächte gehören zum Paket dazu, genauso wie Fremdeln, kuschelintensive Phasen und Tage, an denen die Kleinen sich einfach nicht beruhigen wollen. Das erste Jahr ist dabei besonders kräftezehrend. Die Scheidungsstatistik des Statistischen Bundesamtes zeigt, dass bei knapp 82.000 Scheidungen minderjährige Kinder betroffen sind. Bei 162.400 Scheidungen, sind das mehr als die Hälfte: Diese finden vor allem dann statt, wenn Babys erstes Jahr rum ist. Das zeigt: Die Umstellung von Paar-Sein auf Elternsein ist nicht immer einfach. Die Partnerschaft darf trotz Baby nicht untergehen.

Babys verändern das Leben – und ihr Leben verändert sich jeden Tag. Besonders schnell geht es in den ersten Monaten, wenn der Schlaf-Wach-Rhythmus sich mehr und mehr in Richtung des Wach seins verschiebt und das Baby sich langsam in der neuen Umgebung wohlzufühlen beginnt. Der viele Platz, die ungefilterten Geräusche, die helle Lichtsituation – all das steht im Kontrast zum Dasein im Bauch der Mutter. Dadurch dauert es ein paar Tage, bis das Baby tatsächlich beginnt, sich umzuschauen und sich besser koordinieren kann. Nach ca. zwei Wochen kann es zum ersten Blickkontakt kommen, auch wenn das Neugeborene diesen noch nicht lange halten kann. Die Muskeln müssen erst kräftiger werden, der kleine Mensch muss sich an das Leben außerhalb der beengenden und schützenden Kugel gewöhnen, wo es bequem im Fruchtwasser umher schwamm.

Innerhalb des ersten Monats lernt der Nachwuchs langsam das Köpfchen zu heben, wenn es auf dem Bauch liegt, ebenso artikuliert es erste Laute, die auf Stimmung und Gefühle hindeuten können. Er kann jetzt mehr und mehr Blickkontakt halten und Dinge auch mit den Augen verfolgen, wenn diese im Abstand von ca. 30 cm zum Gesicht sind – langsam aber sicher kommt es in der Welt an.

Ab der fünften Woche können Eltern auf das erste bewusste Lächeln ihres Babys hoffen. Dieser zufriedene Gesichtsausdruck ist die Bestätigung: Alles ist gut. Die erste Verunsicherung kann nun langsam weichen, schließlich ist schon einiges geschafft – denk daran, was alleine während der Schwangerschaft schon alles geleistet wurde! Dein Baby ist bei dir in guten Händen, du lernst es immer besser kennen und weißt schon bald voll und ganz, was es braucht.

So lernt es jetzt auch, die Eltern von anderen Menschen zu unterscheiden. Während das in den ersten Wochen nur über den bereits als Baby hervorragend ausgeprägten Geruchssinn und das Erfühlen des Körperkontakts ging, kann es nun auch Gesichter zuordnen – und Mama und Papa jedem anderen vorziehen.

Mit acht Wochen lächeln sie ganz gezielt, wenn sie einem vertrauten Menschen begegnen. Das Erkennen ist dabei da, allerdings gibt es noch keine gezielte Vorstellung von den Personen. Die Mutter ist also nur so lange in den Gedanken, wie sie auch im Sichtfeld ist – ein Grund, warum sie weinen, wenn sie aus dem Blickfeld verschwindet.

Neun Wochen nach der Geburt sind die meisten Säuglinge schon weit, dass sie deutlich länger wach sind als bisher. Bis zu zehn Stunden am Tag sind durchaus drin. Schon nach zehn Wochen dann kann es passieren, dass der Nachwuchs fünf bis sechs Stunden durchschläft – allerdings ist das nicht die Regel. Es dauert noch, bis sich ein festerer Schlafrhythmus entwickelt.

Im Alter von elf Wochen sind die Bewegungen schon deutlich fließender als noch in den ersten paar Wochen. Die Muskeln arbeiten jetzt besser zusammen und das Kleine testet den eigenen Bewegungsradius aus.

Mit 12 Wochen sind sie schon so weit, dass sie die Melodie und Laute der Muttersprache von anderen unterscheiden können. Vorlesen ist jetzt eine tolle Beschäftigung, die besonders mit unterschiedlichen Stimmlagen die Aufmerksamkeit fesseln kann.

Nach 13 Wochen kann der anfangs noch so schutzlose Säugling bereits das Köpfchen hochhalten und Bewegungen verfolgen, die über den Radius seiner Augen hinausgehen. Auch kommt es vor, dass nicht mehr jeder Fremde eine tolle Abwechslung darstellt. Manche Babys fangen an zu fremdeln und sind ganz eindeutig lieber bei ihren Eltern als bei anderen Menschen.

Mit 14 Wochen ist das Tasten mit dem Mund zwar noch das liebste Mittel der Wahl, aber auch andere Berührungen sind interessant. Verschiedene Materialien erwecken jetzt die Aufmerksamkeit.

15 Wochen nach der Geburt ist so ziemlich alles toll, was es zu sehen gibt – ganz besonders auch das Spiegelbild. Bisher ist es noch ein Wesen auf der anderen Seite, die Verknüpfung zum eigenen Selbst kann erst im zweiten Jahr geleistet werden. Dennoch ist es spaßig zu beobachten, wie der Nachwuchs mit dem Baby hinter dem Glas interagiert.

Mit vier Monaten ist die Muskulatur schon so weit ausgereift, dass das Baby sich im Liegen hochdrücken kann. Das fordert und fördert die Rumpfmuskulatur, so dass es sich bald auch schon drehen kann. All das ist wichtige Vorarbeit für die weitere muskuläre Entwicklung – dem Baby jetzt den Raum zu geben, sich körperlich auszuprobieren, ist essentiell.

Krabbelndes Baby

Im Alter von 17 Wochen ist nicht mehr alles unerreichbar. Spielzeuge, die zu weit weg liegen, können durch drehen erreicht werden. Das ist ein echter Meilenstein für die Mobilität und fordert ganz schön viel Kraft.

Mit 18 Wochen ist nicht mehr die ständige Aufmerksamkeit der Eltern gefragt – zumindest von Kindesseite her. Bewegungen mit dem eigenen Körper und die Beschäftigung mit Händen und Füßen sind so interessant, dass vielleicht gar fünf Minuten ohne Bespaßung vergehen können.

Nach 19 Wochen ist nicht mehr alles nur mit Weinen zu beantworten. Lachen, Kichern, Grinsen – all das drückt die Begeisterung offen aus. Babys lieben jetzt Grimassen und Versteckspiele mit Tüchern.

Mit fünf Monaten hat sich schon eine ganze Menge getan. Nun sind ein festerer Rhythmus und Rituale wertvoll. Die immer gleiche Routine kann helfen, Ruhe zu Einschlafen zu erzeugen. Allerdings heißt das nicht, dass nun alles auf die Bedürfnisse des Kindes auszurichten ist: Eltern und Kind kennen sich inzwischen so gut, dass sie sich hier durchaus Freiheiten erarbeiten können.

Im sechsten Lebensmonat lernt das Baby sich immer weiter auszudrücken. Das Kontingent für Liebesbeziehungen entwickelt sich, Küsse und Umarmungen können jetzt durchaus Bedeutungen haben. Dafür prägt sich jedoch auch das Fremdeln weiter aus. Das ist allerdings kein Grund, sich zu Hause einzusperren und das Baby außer Reichweite von anderen Menschen zu halten: Es profitiert durchaus davon, nicht nur seine Eltern zu sehen und auch mal anderen Umgang zu erleben. Das Brabbeln wird außerdem vertieft, das Kind hat durchaus Interesse daran, Konversationen fortzuführen und sich zu „unterhalten“.

Ist das erste halbe Jahr geschafft, sollten Eltern sich vor Augen halten, welch tolle Leistung sie und natürlich auch das Baby bereits erbracht haben. Der kleine Mensch hat sich von einem absolut hilflosen Wesen zu einem fast schon mobilen Baby entwickelt, das kommuniziert, wo es nur kann, das seine Eltern erkennt und bereits auf den eigenen Namen hört. Es nimmt interessiert an der Umwelt teil – außerdem bilden sich vielleicht schon die ersten Zähnchen. Stofftiere werden jetzt schon zum wichtigen Begleiter – ist ein Liebling auserkoren, lohnt es sich, einen zweiten zu kaufen, damit das Original auch mal in die Waschmaschine kann. Außerdem ist jetzt langsam Zeit für den ersten Brei. Den richtigen Punkt finden Mutter und Kind dabei in der Regel selbst.

Während des achten Monats testet das Baby sich immer weiter aus. „Nein“ zu ignorieren gehört zu dieser Phase dazu, es hat noch keine lange Wirkung und ist nach wenigen Sekunden schon wieder vergessen. Außerdem lernt das Baby langsam, sich in andere Menschen einzufühlen – mitzuweinen, wenn jemand anders weint, oder aber den Umgang zu imitieren sind erste Zeichen von Empathie.

Mit neun Monaten krabbeln viele Kinder schon, sie erzählen jetzt ganz munter drauf los, das Brabbeln bringt Freude und ist ihre Art, mit der Umwelt in Kommunikation zu treten. Es dauert noch eine ganze Weile, bis wirkliche Wörter artikuliert werden – das Prinzip der Kommunikation jedoch ist schon verinnerlicht, auch wenn das Interesse sich auf die aktuelle Situation beschränkt. Zu kommunizieren, was grade wichtig ist – das ist das ureigene Interesse dahinter.

Mit 10 Monaten sind die Bewegungskünste schon weit fortgeschritten. Es ist jetzt gar kein Problem mehr, sich hochzustemmen oder zu ziehen um begehrenswerte Gegenstände zu erlangen. Auch für sie unsichtbare Dinge – versteckte Gegenstände – suchen sie ganz konkret. Das zeigt, dass die Vorstellungskraft bereits deutlich ausgereift ist. Außerdem ist das Sprachzentrum sehr aktiv – es ist hilfreich, langsam auf Erwachsenensprache umzuschwenken, um der Entwicklung der „richtigen“ Sprache nicht im Weg zu stehen.

Nach elf Monaten weiß das Kind schon eine ganze Menge: Wo die Spielsachen sind, oder aber was ein „Nein“ bedeutet. Nicht immer handelt es auch entsprechend – es ist wichtig, Grenzen zu setzen und diese auch zu kommunizieren. Menschlich zeigt das: Es hat sich schon eine ganze Menge getan.

Mit 12 Monaten – ein Jahr nach der Geburt – wird das Baby offiziell zum Kleinkind. Es ist erstaunlich, was viele bereits jetzt können. Manche stehen bereits auf den eigenen Beinen, greifen können sie ganz hervorragend. Sie kommunizieren ständig, Brabbeln, manche Wörter kommen bereits vollständig heraus. Auch haben sie bereits begonnen, sich in andere Menschen hinein zu versetzen und Wünsche und Motive zu verstehen – ein Baby ist zum kleinen Menschen gewachsen, der sich und seine Umwelt bereits immer besser unter Kontrolle hat.

Mama mit Kind

Zu warm, zu kalt? Die passende Temperatur für Babys

Für Nicht-Eltern scheinen kleine Kinder grundsätzlich Mützchen, dicke Socken und Pullover anzuhaben, obwohl es draußen 30 Grad im Schatten hat. Auch wenn diese Empfindung natürlich nicht ganz richtig ist, erweist sich die Kleidungs- und Temperaturfrage für junge Eltern doch nicht als ganz einfach. Grade wer sich zu Hause immer gerne mit zwei Pullis bekleidet hat, statt die Heizung aufzudrehen, wird sich ein Stück weit umgewöhnen müssen – genauso übrigens all jene, die mit 27 Grad im Wohnzimmer durchaus zufrieden waren. Das Temperaturempfinden und vor allem die Selbstregelung der Temperatur sind bei Babys anders gelagert als bei Erwachsenen. Was wir selbst als angenehm empfinden ist für den zarten Organismus nicht zwangsläufig ebenso passend. Und das Mützchen für draußen hat auch bei wärmeren Tagen eher den Zweck, den empfindlichen Kopf – meist noch mit dünnem Flaum – und die Ohren vor Zugluft zu schützen.

In der Wohnung gelten die folgenden Temperaturwerte als optimal und gut verträglich für die Babys:

  • Wohn- und Esszimmer: 20° C
  • Kinderzimmer: 20 bis 21° C
  • Badezimmer: 24° C
  • Treppenhaus und Flur: 18° C
  • Schlafräume: 16 bis 18° C – die kühlere Temperatur vermindert das Risiko für SIDS (plötzlicher Kindstod)

Aber: In den ersten vier Wochen darf es ruhig noch zwei bis drei Grad wärmer sein. Da trockene Heizungsluft den Kleinen nicht sonderlich gut bekommt, sollte regelmäßig gelüftet werden. Im Zweifelsfall kann ein Luftbefeuchter helfen.
Problematisch kann es werden, wenn im Haus und vor allem im Kinderzimmer eine alte Nachtspeicherheizung verbaut ist, weil diese häufig bei der Temperaturregulierung schwerfällig reagiert. Dieses Problem trifft aber nur eine Minderheit, da Gas- oder Ölheizungen in Deutschland am weitesten verbeitet sind.
Ob es dem Nachwuchs in der Wohnung und der entsprechend Kleidung angenehm ist, lässt sich am besten zwischen den Schulterblättern erfühlen. Angenehm warm bedeutet auch, dass die Temperatur passt. Schweiß oder kalte Haut hingegen weisen auf eine nötige Anpassung von Temperatur und Kleidung hin.

Interpretationsleitfaden: Weinen ist nicht gleich Weinen.

Ebenso wie sich die Frage nach der Kleidung dann von ganz allein einpendelt, geschieht das auch mit dem Wissen um die Bedürfnisse des Kindes. Denn Weinen ist in allererster Linie immer der Hinweis darauf, dass etwas nicht passt: Die volle Windel, Hunger, Müdigkeit, Schmerzen oder sonstige Unzufriedenheit können der Grund sein. Während es zu Beginn vor allem Trial and Error ist, wissen die meisten Eltern nach ein paar Wochen, was gerade akut ist.

Allerdings gibt es auch Möglichkeiten zu erkennen, wann es sich um reines Meckern und wann um Weinen handelt. Das Weinen erreicht die Augen, während das Baby recht genau auf die Reaktion der Eltern schaut, wenn es einfach nur meckern möchte. Mit der Zeit finden sich alle Beteiligten miteinander zurecht – wenn nicht, kann ein Arzt oder die Hebamme ausschließen, dass es sich um körperliche Schmerzen, zum Beispiel Koliken, handelt.

Entwicklung der Kinder

Erziehung und Gefühl

Genauso wie das Kennenlernen des Babys, hat auch die Erziehung viel mit Gefühl zu tun. Manche Kinder brauchen mehr Aufmerksamkeit als andere, manchen müssen früher und strenger Grenzen aufgezeigt werden, als anderen. Eltern und Kind lernen sich mit den Wochen kennen und sollten entsprechend schon bald auf das eigene Gefühl vertrauen, statt jeder Menge Ratgeber zu konsumieren und auf jeden Rat von Freunden und Bekannten zu hören. Letztendlich weiß eine kleine Familie selbst am besten, wie sie funktioniert – es ist also völlig in Ordnung, sich selbst und auch dem Baby das Vertrauen zu schenken und auf das eigene Gefühl zu hören. Legitim ist es auch, nicht ständig die Fortschritte mit anderen zu vergleichen und stattdessen sich und auch dem Nachwuchs die Zeit einzuräumen, die beide brauchen, um groß zu werden – denn groß wird letztendlich jedes Kind einmal.

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