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Gelungener Start ins Familienleben: 4 Tipps zur finanziellen Vorsorge

„Wie bereiten wir uns am besten finanziell darauf vor?“ – Diese Frage stellen sich viele junge vorsorgende Paare, wenn ein gemeinsamer Start ins Abenteuer Familie gewagt werden will. Gerade auch dann, wenn künftig Kinder geplant sind oder bereits schon den glücklichen Familienverbund komplettieren, gilt umso mehr, entscheidende finanzielle Weichenstellungen vorzunehmen, um sorgenfreier in die Zukunft blicken zu können.

Tipp 1: Eigene Arbeitskraft absichern

Für eine solide finanzielle Basis einer noch jungen Familie ist ein geregeltes Einkommen mindestens einer der Elternteile unabdingbare Voraussetzung, sicher und vorausschauend auch in finanzieller Hinsicht für die Zukunft planen zu können. Planungssicherheit bedeutet, von den während der Ausbildung oder des Studiums erworbenen Fähigkeiten und Wissens ein Erwerbsleben kann profitieren zu können. Sie dienen als wertvolle Basis und Grundlage für ihre spätere Anwendung oder gar Verfeinerung durch Schulungen und berufliche Weiterbildung.

Daher raten Finanzexperten, spätestens zu Beginn des Erwerbslebens eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Denn wie bei einer Risikolebensversicherung gilt auch hier die Faustregel: Je früher, umso günstiger der Tarif.

Eine BU-Versicherung fängt den Wegfall des Einkommens zumindest teilweise auf, wenn durch Verletzungen oder Erkrankungen der bisherige Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Aus diesem Grund wird die Berufsunfähigkeitsversicherung auch als Absicherung gegen den Verlust der Arbeitskraft bezeichnet. Sie gilt bei Arbeitnehmern und bei Selbständigen als die wichtigste private Versicherung, die ein Berufstätiger abschließen kann.

Tipp 2: Vorsorge treffen für den Fall der Fälle

Verantwortungsbewusste Eltern machen sich zu Recht auch bei Zeiten Gedanken darüber, im Ernstfall als Hauptverdiener selbst über den eigenen Tod hinaus seine Familie zu schützen und finanziell abzusichern. Schicksalsschläge können prinzipiell jeden ereilen, und das nicht nur, wenn etwa ein riskantes Hobby oder ein gefährlicher Beruf ausgeübt wird.

Hier ist eine Risikolebensversicherung von großem Vorteil, denn einerseits erhalten die Angehörigen nach dem Tod des Versicherten die vereinbarte Todesfallsumme, mit denen die Einkommensverluste aufgefangen werden können. Denn auch, wenn der Partner verstirbt, der bislang die Kinder versorgt, entstehen zusätzliche Kosten, etwa für die Kinderbetreuung. Andererseits bieten einige zusätzlich kapitalbildende Tarife die Option, sich nach Ablauf einer vorab bestimmten Laufzeit ein Teil der eingezahlten Beträge wieder auszahlen zu lassen, wenn es zum Glück aller Beteiligten nicht zum Versicherungsfall gekommen ist.

Andererseits sind auch hier die Beträge mehr als überschaubar, wenn die Versicherung in jungen Jahren abgeschlossen wurde. Je älter der Versicherungsnehmer aber ist, umso teurer werden die Beiträge. Mit einigen Euros pro Monat jedoch können junge Familien sicherer die Zukunft planen. Ohnehin verlangen viele Kreditinstitute bei gewährten Darlehen für eine Haus- oder Wohnungsfinanzierung den Abschluss einer entsprechenden Police.

Tipp 3: Frühzeitig in den Erwerb von Wohneigentum investieren

Wer nicht gerade mit dem Erbe von Omas intaktem Häuschen oder dem Geschenk der elterlichen Zweitwohnung zur Hochzeit gesegnet ist, kommt in heutigen Zeiten früher oder später kaum um den Erwerb von Wohneigentum herum – besser früher.

Denn gerade angesichts einer schon seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsphase, deren Ende derzeit noch nicht in Sicht scheint, machen die guten alten Sparverträge wenig Sinn – vom Nullzins-Sparbuch ganz zu schweigen. Selbst die mageren Guthabenzinsen bei Festgeld und konservativen Fondsanlagen werden über die Jahre teilweise von der Inflation und steigenden Verbraucherpreisen und Lebenshaltungskosten wieder aufgezehrt. Altersvorsorge ist ein wichtiges Thema für Familien.

Auch vor dem Hintergrund großer Probleme in der Rentenversicherung mit einem stetig sinkenden Rentenniveau bei ständig steigenden Beiträgen müssen Hauptverdiener der Familie schon mindestens 40 Versicherungsjahre hinweg für einige Euro über dem gesetzlichen Mindestlohn gearbeitet haben, um sich in späteren Jahren ein finanziell geregeltes Auskommen zu erwirtschaften.

Wohneigentum schafft große finanzielle Freiräume, die auch den Kindern später bei ihrer Ausbildung zu Gute kommen. Vor dem Hintergrund ist der Erwerb der eigenen vier Wände die beste Altersvorsorge.

So schaffen die aktuell niedrigen Zinsen umgekehrt wiederum beste Voraussetzungen für die Finanzierung von Eigentum, denn die durchschnittliche Hypotheken-Zinslast ist derzeit so niedrig wie nie.

Je früher etwa in einen Bausparvertrag oder ein Annuitätendarlehen als zwei der beliebtesten Ansparformen eingezahlt wird, umso sicherer ist das finanzielle Fundament einer jungen Familie auch für die Zukunft.

Beim Annuitätendarlehen werden die Zinsen zusammen mit der Tilgung in immer gleichbleibenden monatlichen oder jährliche Raten zurückgezahlt. Somit wird mit zunehmender Laufzeit die Höhe des Tilgungsanteils immer höher, bei gleichzeitig abnehmender Zinsrate. Der Vorteil für junge Familien liegt dabei in einer hohen Planungssicherheit bei stets konstanten Raten und Bedingungen im Verlauf einer Zinsbindungsfrist.

Um gegen künftig eventuell erneut steigende Bauzinsen gewappnet zu sein, bietet sich Bausparen als sinnvolle Alternative zum Annuitätendarlehen an. Denn zwar bewegen sich die Kreditzinsen auf einem derzeit niedrigen Niveau. Familien, die erst in zehn oder mehr Jahren eine Immobilie bauen oder kaufen möchten gehen das Risiko ein, dann bei einem womöglich deutlich höheren Zinsniveau auf eine Fremdfinanzierung angewiesen zu sein.

Mit Bausparen können sich Sparer bereits in jungen Jahren mit Abschluss eines Bausparvertrags die Zinsen für ihr später in Anspruch genommenes Bauspardarlehen sichern und finanzielle Weichen für eine Familiengründung auf sicherem Fundament stellen.

Nicht umsonst gehören Bausparverträge vor dem Hintergrund zu den beliebtesten Anlageformen deutscher Sparer sowie zu den häufigsten Finanzierungsvarianten von Haus- und Wohnungseigentümern: Ende 2014 existierten in Deutschland über 30,1 Millionen Bausparverträge mit einer Bausparsumme von 865,7 Milliarden Euro. Von den 40,2 Millionen privater Haushalte verfügten also etwa drei Viertel über einen Bausparvertrag.

Tipp 4: Finanzielle Freiräume für die künftige Ausbildung der Kinder schaffen

Fondsparpläne, Festgeld und Ausbildungsversicherungen sind nur einige von einer ganzen Reihe von Vorsorge-Instrumenten, bei Zeiten schon für die Zeit nach der Schule finanziell Vorsorge zu treffen. Sei es für den Führerschein, das erste eigene Auto, die erste Wohnungseinrichtung und vor allem die Ausbildung.
Die Liste an Investitionen und Motivationen ließe sich beliebig fortsetzen, für die sich die angesparten Mittel für einen gelungenen Start in die eigene Unabhängigkeit vom Elternhaus als äußerst hilfreich erweisen. Für junge Familien lohnt sich bereits ein Abschluss der Versicherung direkt nach der Geburt des Kindes. Flexible Ansparmodelle erlauben etwa, mit niedrigeren monatlichen Beiträgen zu starten, und diese je nach Einkommenssituation flexibel anzupassen.

Ein früher Start zahlt sich aus, denn mit längerer Laufzeit erhöht sich das Sparguthaben entsprechend. Denn: Vor allem die Ausbildung des eigenen Kindes kann später viel Geld kosten. So wird für ein Studium pro Semester mit Kosten von rund 10.000 Euro gerechnet. Schließlich wollen Unterkunft, Verpflegung und etwaige Studiengebühren auch abgedeckt sein. Da reichen die finanziellen Mittel oftmals nicht aus, um die kompletten Lebenshaltungskosten zu tragen.

Klassische Ausbildungsversicherungen sind eine bestimmte Form einer Kapitallebensversicherung, bei der die Eltern meist über einen längeren Zeitraum in den Versicherungsvertrag in kleineren Beträgen einzahlen. Die Versicherer investieren dabei vor allem in sichere Geldanlagen wie festverzinsliche Wertpapiere oder Aktienfonds, bei denen durch eine breite Streuung in verschiedene Aktienpapiere das Anlagerisiko minimiert ist. Am Ende der Laufzeit wird das Guthaben in Höhe einer garantierten Auszahlungssumme ausgezahlt.
Solche Vorsorgemodelle machen vor allem in den Fällen Sinn, in denen die Eltern zu viel verdienen, als dass die BAfÖG-Leistungen ausreichend für den Lebensunterhalt wären. Auch können vorausschauende Eltern rechtzeitig dafür Sorge tragen, dass sich ihre Kinder später verstärkt auf ihr Studium oder ihre Ausbildung konzentrieren können, statt nebenher für ihren Lebensunterhalt jobben zu müssen.

Alternativ können Eltern auch in einen Fondssparplan Geld für ihre Kinder anlegen. Je nach Anlagerisiko können die Zinsen dabei höher als bei einer Ausbildungsversicherung ausfallen. Auch Festgeldkonten bieten die Option, Geldbeträge zu einem festen Zeitraum zu festen Zinsen anzusparen. Für diese Form der Ausbildungsabsicherung benötigen Eltern allerdings ein gewisses Grundkapital, damit sich die Geldanlage lohnt.

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