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Frühschwangerschaft: Das ist jetzt wichtig für dich

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Es hat geklappt und du bist schwanger? Herzlichen Glückwunsch. Du befindest dich nun offiziell in der Frühschwangerschaft. Alles, was du jetzt beachten musst, findest du hier.

Die Frühschwangerschaft beginnt etwa in der der 3. Schwangerschaftswoche und geht bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche. Sie wird auch als die kritische Zeit bezeichnet, in der sich zeigt, ob sich die Schwangerschaft halten kann oder nicht. Sorgen machen musst du dir aber dennoch nicht. Wir erklären, was du beachten solltest und wo du gelassen bleiben kannst.

Das Alles-oder-Nichts-Prinzip

Dein Frauenarzt wird es dir auch sagen, sobald du dich zu ihm oder ihr aufmachst: In der Frühschwangerschaft gilt das Alles-oder-Nichts-Prinzip. Das bedeutet, dass es in diesem Stadium keine Fehlbildungen gibt. Geht etwas bei der Zellteilung schief, kann das Embryo nicht überleben.

Das klingt dramatisch, ist aber eigentlich eine gute Nachricht. Hattest du bisher Angst, dass du irgendetwas für dein Baby Schädliches getan haben könntest? Wenn du immer noch schwanger bist, ist die Angst zu diesem Zeitpunkt unbegründet, denn sonst wärst du nicht mehr schwanger.

Folsäure einnehmen

Damit es deinem Baby von Anfang an gut geht, solltest du unbedingt Folsäure einnehmen, sobald du weißt, dass du schwanger bist oder sein könntest. Folsäure ist in den ersten Wochen essentiell wichtig, damit sich beim Embryo der Wirbelkanal richtig ausbilden kann. Liegt ein Mangel vor, kann es zu Schäden am Rückenmark kommen. Die meisten Frauen haben zu wenig Folsäure gespeichert. Hier findest du mehr Infos zu Folsäure in der Schwangerschaft.

Frauenarzt und Hebamme suchen

Auch wenn es etwas übereifrig klingt, gute Ärzte und Hebammen generell sind rar gesät. Fang am besten mit dem Frauenarzt an. Wenn du schon jemanden hast, dem du vertraust, dann hast du Glück. Falls du noch niemanden hast, der die Schwangerschaft begleiten kann, kümmere dich am besten jetzt darum. Dasselbe gilt für eine Hebamme, selbst wenn diese nur zur Nachsorge kommen soll. Wenn du möchtest, dass sie dir auch bei der Geburt zur Seite stehen soll, erst recht! Da es immer schwerer wird, eine solch wichtige Unterstützung zu ergattern, gilt je früher desto besser mit der Suche anfangen – am besten gleich, wenn dir der Arzt die Schwangerschaft bestätigt hat.

Warum du in der Frühschwangerschaft zum Frauenarzt solltest

Die meisten Frauenärzte bestellen Frauen in der Frühschwangerschaft zwischen der 7. und 8. Schwangerschaftswoche ein. Denn dann kann man im Ultraschall das kleine Herz schon schlagen sehen. Aber auch andere wichtige Dinge kann der Arzt anhand von Ultraschall, Bluttest und Urinprobe erkennen:

  • Er/Sie kann dich beraten und beruhigen.
  • Er/Sie kann eine mögliche und gefährliche Eileiterschwangerschaft ausschließen.
  • Ein Bluttest kann zeigen, ob du immun gegen Toxoplasmose bist. Wenn nicht, solltest du Katzenkot und bestimmte Lebensmittel meiden.
  • Auch Schilddrüsenprobleme und Eisenmangel verrät das Blut. Beides sollte möglichst frühzeitig behandelt werden.
  • Im Urin und bei einem Abstrich lassen sich für das Kind gefährliche Infektionen erkennen und schnell behandeln.

Gesunde Ernährung in der Frühschwangerschaft

Auch wenn du auf viele Dinge keinen Einfluss hast, ein paar kannst du selbst beeinflussen. Jetzt ist die beste Zeit, um deine Ernährung zu überdenken. In der Schwangerschaft gilt: Qualität vor Quantität. Du musst nicht für zwei essen, auch wenn du vielleicht mehr Hunger als vorher hast.

Wichtig ist darauf zu achten, dass dein Speiseplan abwechslungsreich und die Mahlzeiten frisch zubereitet sind. Auf diese Weise stellst du sicher, dass dein Baby alles bekommt, dass es zum Wachsen und Gedeihen braucht. Heißhunger auf bestimmte Dinge können auf einen versteckten Mangel hindeuten.

Gemüse und Obst sollte an erster Stelle stehen. Wo es geht, kauf bio, damit nicht allzu viele Pestizide und Herbizide in deinem Körper ankommen. Aber auch Getreide und Milchprodukte sind wichtig. Fleisch sollte möglichst fettarm sein. Dampfgaren ist besser als scharfes Braten. Als Getränk ist Wasser am besten geeignet. Zuckerhaltige Getränke solltest du links liegen lassen, allein schon, um Schwangerschaftsdiabetes zu vermeiden. Fruchtschorlen sind in Maßen okay.

Was du schon in der Frühschwangerschaft meiden solltest

Natürlich gibt es auch schon jetzt ein paar Dinge zu beachten, damit alles glatt geht und sich dein Baby gut entwickeln kann. Die meisten wirst du schon kennen. Wir nennen sie nur der Vollständigkeit halber noch einmal:

  • Alkohol und Zigaretten
    Sowohl bei Nikotin als auch bei Alkohol handelt es sich um Zellgifte. Selbst kleine Mengen sind schon gefährlich und können zu einer Fehlgeburt oder später zu Beeinträchtigungen führen. Viel zu viele Frauen trinken oder rauchen trotzdem weiter – mit Folgen für die ungeborenen Kinder. Nein, auch ein Glas oder eine Zigarette sind nicht okay. Übrigens: auch Passivrauchen ist schädlich. Vorsicht auch beim dampfen, auch die Liquids enthalten Zusatzstoffe, die deinem Kind gefährlich werden können.
  • Medikamente
    Alles, was du bisher ohne nachzudenken eingeworfen hast, solltest du nun dreimal hinterfragen. Das gilt auch für gängige Schmerzmittel z.B. gegen Kopfschmerzen. Die meisten Medikamente sind in der Schwangerschaft tabu. Welche du einnehmen darfst, kann dir dein Arzt oder Apotheker am besten sagen.
  • Schweres Heben
    Die geraden Bauchmuskeln solltest du nun nicht mehr trainieren. Schweres Heben tut aber auch genau dies. Zusätzlich belastet es den Beckenboden. Es kann zu Fehl- und später Frühgeburten führen.
  • Massagen
    Das gilt nicht für alle Massagen. Aber wenn du verspannt bist, lass lieber eine Fachkraft ran und sag unbedingt an, dass du schwanger bist oder sein könntest. Denn wenn die falschen Punkte massiert werden, kann das eine Fehlgeburt auslösen.
  • Röntgen und andere Strahlung
    Jegliche Strahlung solltest du nun vermeiden. Denn sie kann die Zellteilung negativ beeinflussen. MRT, Röntgen und CT sind daher in der Zeit der Schwangerschaft tabu. Ebenso solltest du Langstreckenflüge in der Schwangerschaft vermeiden. Denn bei großer Flughöhe bist du ebenfalls Röntgenstrahlung ausgesetzt. Auch Handy, Schnurlostelefone und Laptop solltest du nun lieber nicht neben deinem Bauch verwenden.
  • Giftige Substanzen
    Alles, was giftig, reizend oder ätzend ist, solltest du meiden. Wenn du zum Beispiel öfter mit scharfen Reinigungsmittel arbeitest, schütz dich bitte gut vor den Dämpfen und trag immer Handschuhe. Wer berufsmäßig viel mit schädlichen Substanzen in Berührung kommt, erhält jetzt eventuell ein Berufsverbot. Übrigens, auch bei neuen Möbeln und Wandfarben solltest du vorsichtig sein und die Räume immer gut lüften.

Sport in der Frühschwangerschaft

Viele Frauen fragen sich, ob sie ihren gewohnten Sport auch in der Frühschwangerschaft weiter ausüben dürfen. Die Antwort darauf ist nicht ganz einfach. Denn es hängt vom Sport ab und davon, wie wie trainiert du vor der Schwangerschaft warst.

Sportarten, bei denen du viel hüpfst/springst oder leicht stürzen kannst, sind weniger geeignet, ebenso Gewichte stemmen. Wer immer viel Joggen gegangen ist, kann dies auch weiter tun, sollte aber auf weiche Untergründe achten. Besser ist jedoch Walken, weil es weniger Erschütterungen hervorruft. Pilates, Yoga, Schwimmen und Gymnastik sind für Schwangere am besten geeignet, um fit zu bleiben.

Leistungssport bringt den Körper regelmäßig an die Belastungsgrenze. Dies solltest du aber in der Schwangerschaft vermeiden. Der Puls sollte möglichst nicht über 140 gehen, da sonst die Sauerstoffversorgung des Embryos leiden kann. Ein Indikator dafür ist, ob du dich während des Workouts noch unterhalten kannst, ohne aus der Puste zu kommen.

Allgemein gilt, wenn dir der Sport gut tut und dich nicht überanstrengt, spricht auch in der Schwangerschaft nichts dagegen. Frauen, die bisher eher bewegungsfaul waren, sind gut beraten, zumindest mit Schwangerschaftsgymnastik anzufangen. Denn sowohl Schwangerschaftsverlauf als auch Geburt können davon positiv beeinflusst werden.

Termin beim Zahnarzt machen

Wenn du erfahren hast, dass du schwanger bist, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um einen Termin beim Zahnarzt zu machen. Denn Entzündungen des Zahlfleisches und Karies lassen sich im weiteren Verlauf der Schwangerschaft nur schlecht behandeln, also lieber jetzt. Auch eine Zahnreinigung kann jetzt noch eine sinnvolle Maßnahme sein, um späteren Problemen vorzubeugen.

Eventuell Steuerklasse wechseln

Es ist zwar noch sehr früh, aber dennoch genau der richtige Zeitpunkt, um sich mit dem Elterngeld zu befassen. Damit du in den 12 Monaten ab der Geburt mehr bekommst, kann es sinnvoll sein, wenn du die Steuerklasse wechselst. Das gilt allerdings nur für verheiratete Paare. Mach dich schlau und handle schnell, denn der Steuerklassenwechsel muss mindestens 7 Monate vor Beginn des Mutterschutzes erfolgen. Der legale Trick funktioniert also nur in der Frühschwangerschaft!

Hast du noch Fragen rund um die Frühschwangerschaft? Dann schreib uns gern einen Kommentar!

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