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Diese 15 Dinge ändern sich 2019 für Verbraucher

Mit dem Jahreswechsel kommen wieder einige Änderungen auf dich zu. Manches wird besser, einiges komplizierter und am liebsten sind uns die Dinge die uns mehr Geld ins Portemonnaie spülen. Die wichtigsten Änderungen haben wir für dich zusammengestellt.

1 Grundfreibetrag

Die Lohn- oder Gehaltsabrechnung ab Januar 2019 sollte ein wenig besser ausfallen im Vergleich zum Dezember 2018. Zum einen, weil der der Grundfreibetrag auf 9.168 Euro (Vorjahr: 9.000 Euro) steigt. Das ist der Betrag, bis zu dem dein Einkommen steuerfrei bleibt. Solltest du Unterhalt für eine nahe Angehörige zahlen, ist dies übrigens auch der Betrag, den du maximal als Außergewöhnliche Belastung geltend machen kannst.

2 Einkommensteuertarif

Weiterhin wurde der Einkommensteuertarif ein wenig angepasst (um 1,84%) um Erhöhungen bei Lohn und Gehalt ein wenig entgegenzuwirken, dass diese nicht sofort von der Inflation aufgefressen werden.

3 Sozialversicherungen

Wir bleiben im Bereich Lohn und Gehalt, denn da bewegt sich einiges. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt auf 2,5% (Vorjahr: 3,0%) dafür steigt allerdings der Beitrag zur Pflegeversicherung auf 3,05% an (Vorjahr: 2,55%), somit ein Nullsummenspiel. Der Zuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung bleibt mit 0,25% gleich. Im Jahr 2018 musstest du deinen Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung noch allein zahlen, ab 2019 teilst du dir den Beitrag mit deinem Arbeitgeber.

4 Jobticket für Bus oder Bahn

Wenn du ein Jobticket für Bus oder Bahn günstiger oder kostenlos von deinem Arbeitgeber erhältst, so ist dieses ab dem kommenden Jahr steuerfrei (gilt nicht bei Entgeltumwandlung!). Allerdings mindert der Wert des Jobtickets deine Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung. Oftmals wird der Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 Euro jedoch gar nicht überschritten, sodass das in diesem Fall keine negative Auswirkung für dich hat.

5 Firmenwagen

Bekommst du in 2019 einen Firmenwagen zur privaten Nutzung, dann wird für ab dem 01.01.2019 angeschaffte oder geleaste Elektro- oder Hybridfahrzeuge der private Nutzungsanteil nur noch mit 0,5% des Bruttolistenneupreises versteuert, statt bisher 1%. Diese Reduzierung ist bis 2021 begrenzt. Ein Firmenfahrrad kannst du in Zukunft sogar steuerfrei nutzen. Das gilt auch für E-Bikes mit bis zu 25 km/h (ausgenommen E-Bike-Leasing durch Gehaltsumwandlung).

6 Rentenversicherung

Weiterhin wurde die Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung auf 6.700 Euro (Vorjahr: 6.500 Euro) angehoben. Das ist der Betrag, bis auf den der Beitrag zur Rentenversicherung monatlich maximal erhoben wird. Wenn du im oberen Gehaltsbereich bis, heißt das leider, dass du mehr Beiträge zahlst. Aber es ist gut für die betriebliche Altersvorsorge, denn bis zu 4% dieser Beitragsbemessungsgrenze kannst du ohne Abzüge in deine betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Schließt du ab 2019 erstmals einen solchen Vorsorgevertrag ab, profitierst du insofern von einer Finanzierung durch eine Entgeltumwandlung, als dass dir dein Arbeitgeber 15% von seiner Ersparnis bei den Sozialversicherungsbeiträgen zu deiner Vorsorge dazugeben muss.

7 Mindestlohn

Auch der Mindestlohn wurde auf 9,19 Euro (Vorjahr: 8,84 Euro) pro Stunde angehoben. Das heißt auch, dass die Grenze für die Minijobs bei 450 Euro verbleibt, dass du ca. 2 Stunden weniger arbeiten musst für das gleiche Entgelt. Bisher gab es für 50 Stunden 442 Euro und nun gibt es für 48 Stunden bereits 441,12 Euro.

8 Einkommensteuererklärung

Falls du zu den Personen gehörst, die Ende Mai bisher die große Panik bekommen haben, weil die Einkommensteuererklärung fällig war, dann darfst du ab 2019 aufatmen, denn ab sofort hast du ab der Steuererklärung für das Jahr 2018 jeweils bis zum 31.07. des Folgejahres Zeit, diese beim Finanzamt einzureichen. Eine weitere Neuerung ist, dass du die Belege nun nicht mehr mit einsenden musst. Dennoch sind diese auf Verlangen vorzulegen, sodass du diese am besten trotzdem gut aufbewahrst.

9 Kindergeld

Solltest du Kinder haben, dann kannst du dich auf den 01.07.2019 freuen, denn ab diesem Tag gibt es 10 Euro mehr Kindergeld monatlich, d.h. für das erste und zweite Kind gibt es dann 204 Euro, für das dritte Kind 210 Euro und ab dem vierten Kind 235 Euro. Gleichzeitig steigt der Kinderfreibetrag an. Das ist der Betrag, bis zu welchem dein Einkommen als Elternteil steuerfrei bleibt. Inklusive des Betreuungsfreibetrages sind das bei Ehepaaren die zusammen veranlagt werden 7.620 Euro (bei Einzelveranlagung entsprechend die Hälfte).

10 Krankenversicherung für Selbstständige

Auch die Selbstständigen werden ab dem kommenden Jahr entlastet. Der Mindestbeitrag zur Krankenversicherung für Geringverdiener sinkt. Außerdem entfällt der Krankenversicherungsbeitrag in Höhe des Mindestbeitrages, wenn du freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert bist und Krankengeld oder Mutterschaftsgeld beziehst. In diesem Zeitraum in dem du Entgeltersatzleistungen beziehst, zahlst du deinen Beitrag anhand deiner tatsächlichen beitragspflichtigen Einnahmen.

11 Strompreise

Bleiben wir beim Thema Geld. Im nächsten Jahr wirst du vermutlich tiefer für Strom in die Tasche greifen müssen. Die Beschaffungspreise steigen und viele Stromanbieter geben das an die Kunden weiter. Nutz am besten unseren Strompreisvergleich und prüfe gleich einmal dein Einsparpotenzial.

12 Banking

Zum Thema Sicherheit gibt es noch eine weitere Neuerung im nächsten Jahr. Beim Onlinebanking wird es ab Mitte September, keine iTan-Listen mehr auf Papier geben. Zukünftig gelten dann SMS-Tan, PhotoTan oder ChipTan.

13 Verpackungen und Pfand im Supermarkt

Im Supermarkt wird es komplizierter, denn durch das neue Verpackungsgesetz müssen die Händler nun kennzeichnen, welche Verpackungen Einweg und welche Mehrweg sind. Zudem gibt es nun auch ein Pfand auf Fruchtschorlen, Milchmischgetränke und Energydrinks. Säfte und Wein bleiben pfandfrei.

14 Versicherungen

Einfacher wird es bei Versicherungen die keine Versicherungsanlageprodukte sind, sprich Haftpflicht-, Hausrat- oder Berufsunfähigkeitsversicherung. Bevor du den Vertrag unterzeichnest, musst du ein Infoblatt erhalten, welches maximal drei Seiten lang sein darf. In diesem muss die Versicherung die relevanten Eckpunkte wie Laufzeit, abgedeckte Risiken und Ausschlüsse aufführen.

15 Dieselverbote

Falls du ab dem Jahr 2019 mit dem Auto unterwegs bist, ist es hoffentlich kein Diesel denn da gelten in vielen Städten Fahrverbote. Dann doch am besten nicht in die Stadt sondern gleich innerhalb der EU mit dem Auto in den Urlaub fahren. Ab dem kommenden Jahr kannst du ohne die Sprache des Landes zu beherrschen zukünftig an der Zapfsäule anhand eines Symbols erkennen, was du da tankst. Diese Symbole werden unterschieden in benzinartige, dieselartige und gasförmige Kraftstoffe.

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