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Die fünf besten Instrumente für Kinder

Seit vielen Jahren sind Wissenschaftlern die positiven Einflüsse von pädagogischer Frühförderung bewusst. Kinder, die bereits im Kleinkindalter spielerisch mit Fremdsprachen in Berührung kommen, zeigen später aller Wahrscheinlichkeit nach keine Auffälligkeiten in ihrem Lernverhalten. Gleiches trifft auch die frühe Berührung mit Sport zu. Kinder mit einem großen Bewegungsdrang brauchen sportliche Betätigungen, um sich ausgeglichen zu fühlen. Außerdem unterstützt die intensive Bewegung die Funktion der Zellen und schützt vor Erkrankungen, die beispielsweise durch Fettleibigkeit entstehen. Einen weiteren wichtigen Stellenwert nimmt die musikalische Förderung ein. Hierbei geht es nicht darum Talente zu entdecken und aus dem Nachwuchs Beethoven, Mozart und Co. zu machen. Vielmehr beflügelt die Musik die Seele des Kindes, lädt in eine neue Welt ein und wirkt sich tatsächlich auf das Lern- und Spielverhalten aus.

Viele Kinder erlernen bereits in der frühen Kindheit ein Instrument. Innerhalb der Kindergarten- und Grundschulzeit begegnen ihnen Becken, Triangel und andere interessante Instrumente. Doch Musikunterricht ist selten, sodass sich die Kleinen hier nur gering entwickeln können. Weiterhin erfolgt nach wenigen Stunden ein Tausch der Instrumente. Später findet meist der Blockflötenunterricht statt. Jenes Instrument hat ein großes Potenzial, ermöglicht das Spielen aller Melodien und ist leicht zu erlernen. Dazu ist es relativ unempfindlich, benötigt nur geringe Pflege, kostet nicht viel und ist schnell im Schulranzen verstaut. Wer das Spielen auf der Blockflöte erlernt hat, wird es später mit anderen Blasinstrumenten einfacher haben. Klarinette, Saxophon & Co erfordern jedoch einiges an Übung und sind anspruchsvoller zu erlernen. Gerade beim Saxophonspielen muss der Musiker einen hohen Luftdruck erzeugen. Daher gibt es spezielle Einsteigerinstrumente, die den Start etwas erleichtern.

Doch neben diesem klassischen Schulinstrument gibt es fünf weitere Instrumente, die für Kinder zum Einstieg ins Musizieren geeignet sind.

1. Das Keyboard als Einstieg zum Klavier und zur Orgel

Das Keyboard ist ein elektronisches Klavier, welches über keine mechanischen Bauteile verfügt. Fußpedale kommen nicht zum Einsatz, sodass Kinder die Instrumente lediglich mit dem Stromkreislauf verbinden müssen und mit dem Spiel beginnen können. Natürlich benötigen sie eine Einweisung von einem Musiklehrer und die dazu passenden Noten. Für den Anfang reicht ein einfaches Spielen zum Kennenlernen des Instruments bereits aus. Dabei muss es kein Keyboard mit umfassenden Funktionen sein. Trotzdem erleichtern einige Features das Erlernen des Instruments. Beleuchtete Tasten helfen gerade Kindern ohne Musikunterricht weiter. Sie lernen die Griffe kennen, entwickeln ein Gefühl für Takt und sehen, was zu tun ist. Vorprogrammierte Melodien aus Filmen sind in der Regel besonders schnell erlernt. Auch hier gibt es Vorgaben. Das Keyboard zeigt die zu betätigenden Tasten an.

Wer schon weiter ist und Noten lesen kann, dem stehen alle Möglichkeiten offen. Zur Erweiterung seiner Fähigkeiten und speziell für das Setzen von Akkorden braucht der Schüler eine Anleitung und vor allem einen regelmäßigen Kontakt zum Instrument. Das Anwachsen seiner Fertigkeiten führt recht bald zu einem unbegrenzten Einsatz des Keyboards. Damit alles klappt, benötigt das Kind zusätzlich zum Keyboard einen Keyboard-Ständer (im Idealfall in der Höhe verstellbar), einen Notenständer und einen passenden Stuhl. Zur Unterbringung dient die Keyboard-Tasche. Sie erleichtert auch die Mitnahme in die Musikschule, sofern diese keine eigenen Instrumente bereitstellt. Wer das Keyboard beherrscht, kann sich am Piano, am Klavier, am Flügel oder an einer Orgel versuchen. Sämtliche Geräte funktionieren auf eine andere Art und Weise, haben ihren eigenen Klang und ihre individuellen Möglichkeiten.

2. Die Triola – Das Instrument aus der DDR für kleine Kinder

Die Triola dürfte den meisten Menschen in den alten Bundesländern unbekannt sein. Die Bauform des handlichen Instruments erinnert an eine Flöte. Dieser sitzen Tasten auf, die das Instrument mit einem Akkordeon oder mit einem Klavier in Verbindung bringen. Beim Hineinblasen erzeugen die Musiker einen Luftstrom. Drücken sie anschließend eine oder mehrere Tasten, entsteht ein Akkordeon-ähnlicher Ton. Mit der Triola lassen sich großartige Stücke wie „Eine kleine Nachtmusik“ aufgrund der begrenzten Anzahl der Tasten nicht spielen. Allerdings stellt die Triola gerade deshalb ein ideales Anfangsinstrument für kleine Kinder dar. Sie besteht vollständig aus Kunststoff, wodurch sie leicht zu reinigen ist.

Weiterhin benötigt sie keinen Strom. Aufgrund der einfachen Bauform, des geringen Gewichts und den schönen bunten Farben erlernen kleine Kinder nach kurzer Zeit Lieder wie „Alle meine Entchen“ und erfreuen damit auch ihre Eltern. Aktuell ist die Triola im Internet erhältlich. Sie erfordert keine besondere Pflege und ist aufgrund ihrer Beliebtheit als Neuware zu erwerben. Wer die Triola beherrscht und Freude am Spiel hat, wird sich schnell eine Flöte oder ein Keyboard wünschen. Jene Instrumente vereinen die Eigenschaften der Triola.

3. Das Akkordeon – viel angesagter als vermutet

Das klassische Schifferklavier ist nur in Seemannsliedern, auf Kreuzfahrtschiffen und in schummrigen Kneipen in Hamburg zu finden? Weit gefehlt! Dieses Instrument bietet sich längst nicht nur für langsame Melodien an. Es geht auch richtig peppig, wie zahlreiche junge Akkordeon-Bands beweisen. Erneut haben wir es hier mit einem Tasteninstrument zu tun, welches nur durch einen Luftstrom funktioniert. Kinder haben einen kleineren Körper als Erwachsene, weshalb für sie kein großes Akkordeon in Frage kommt. Sie brauchen ein speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Instrument. Darüber hinaus sind Instrumente für Kinder zumeist günstiger, bestehen aus pflegeleichteren Materialien und bringen ein kindliches Design mit.

Akkordeon

Die Ziehharmonika ist bereits für Kinder ab dem dritten Lebensjahr erhältlich. Sie bringt acht Bässe mit, weist ein deutlich geringeres Gewicht auf als ein großes Instrument und ist aufgrund der Konzentration auf das Wesentliche vor allem zum Erlernen und Entdecken des Instruments geeignet. Ist das Kind bereits älter, benötigt es ein größeres Modell. Dieses hat weitaus mehr Bässe (meistens bis zu 48). Hiermit sind mehr Klänge zu erzeugen, was den Aktionsspielraum vergrößert. Noch ältere Kinder und Jugendliche treffen auf Modelle mit 72 Bässen. Diese ermöglichen das Setzen von Chören und beziehen in jedem Fall beide Hände ein.

4. E-Gitarre – toller Sound für die erste Band

In der Regel fängt ein Mensch mit einer konventionellen Gitarre an. Er erlernt daran die wichtigsten Griffe, beginnt das Instrument zu schätzen, kennt seine Vor- und Nachteile. Manche Kinder wollen jedoch nicht mit Country-Liedern und Lagerfeuerhits beginnen. Sie sehnen sich nach mehr Power und entscheiden sich für eine E-Gitarre. Diese speziellen Instrumente sind für mittelgroße Kinder als 3/4 Gitarre erhältlich. Wer auf der Suche nach einer E-Gitarre für ein ganz kleines Kind ist und sich nach 1/2 oder 1/4 Gitarren umsieht, sieht sich mit einer Herausforderung konfrontiert. Denn: So kleine E-Gitarren sind bislang nicht erhältlich.

Mit dem Kauf einer E-Gitarre ist es nicht getan. Zusätzlich benötigen die kleinen Musiker das passende – aus Verstärker, Stimmgerät und Kabel bestehende – Equipment. Zusammen mit der E-Gitarre ist mit einem Preis von ungefähr 200 bis 250 Euro zu rechnen. Umso professioneller das Kind wird, desto feiner sollte sein Zubehör sein. Übrigens: Nur wenige Musikschulen bieten Kindern das Erlernen der E-Gitarre an. Weiterhin gibt es auch im Internet nur wenige Bücher, die sich mit dem Thema „E-Gitarre und Kind“ beschäftigen.

5. Die Violine für den Erstkontakt zu Streichinstrumenten

Die Vioine ist der unbestrittene Held der Instrumente. Sie erzeugt Töne wie kaum ein anderes Instrument und trifft damit häufig mitten ins Herz. Ehrgeizige Kinder mit einer Liebe zum Klang der Violine sollten die Chance erhalten dieses Instrument zu erlernen. Glücklicherweise offerieren Hersteller Violinen in allen möglichen Größen. Es gibt 1/4, 1/2, 3/4, aber auch 1/8 und 1/16 Violinen. Damit kann der Nachwuchs bereits im Kleinkindalter mit dem Spielen beginnen. Die Sondergrößen enden mit dem 9. oder 10. Lebensjahr. Dann greifen Musiklehrer bei Kindern vorzugsweise auf 4/4 Violinen zurück.

Achtung! Kinder mit einer schnellen Auffassungsgabe und dem unbedingten Willen zum Erreichen nächster Ziele, mit Akribie und regelmäßigem Trainingseinsatz erzielen nach einer gewissen Zeit erste Erfolge. Neigt das Kind dazu schnell aufzugeben, sollten sich Eltern eher für ein leichter zu erlernendes Instrument entscheiden.

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