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Blasenentzündung bei Babys & Kleinkindern

Du weißt wahrscheinlich selbst, wie anstrengend eine Blasenentzündung ist. Für Babys oder Kleinkinder ist sie eine richtige Qual. Eine solche Entzündung entsteht, wenn Bakterien von außen in das Harnwegsystem vordringen. Häufig sind Darmbakterien dafür zuständig.

Es ist gar nicht so einfach, eine Blasenentzündung tatsächlich festzustellen. Es gibt zwar eine Reihe von Symptomen, die jedoch eher unspezifisch sind und auf viele Probleme oder Krankheiten deuten können:

  • Erbrechen
  • Müdigkeit
  • Gereiztheit
  • Schlechtes Ess-und Trinkverhalten
  • Fieber
  • Gelbsucht

Sehr eindeutig wird die Diagnose, wenn zu den oben genannten Symptomen noch Bauchschmerzen, Schmerzen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen, Ammoniakgeruch (fauler Geruch) oder auch Blut im Urin dazukommen. Wenn es sich um ein Kleinkind handelt, das bereits trocken war und plötzlich wieder in die Hose macht, könnte dies ebenfalls ein Anzeichen sein.

Such dann in jedem Fall einen Arzt auf. Dieser wird eine Urinuntersuchung durchführen oder einen Ultraschall machen. Die Urinprobe ist bei Babys leider gar nicht so einfach zu entnehmen. Dafür gibt es spezielle Urinbeutel, die am Eingang der Harnröhre platziert werden und den Urin auffangen. Man kann darüber ganz normal eine Windel anziehen. Selbst beim Schlafen würde dieser Beutel dem Baby nicht stören. Achte darauf, die Urinprobe verschlossen im Kühlschrank aufzubewahren und möglichst am gleichen Tag beim Arzt vorbeizubringen.

Behandlung der Blasenentzündung

Zur Behandlung werden meist flüssige Antibiotika eingesetzt. Der Kinderarzt wird mit dir Dauer und Dosierung besprechen. Wichtig ist, dass du dich genau daran hältst. Wenn du Antibiotika zu früh absetzt, kann es sein, dass der Erreger nicht komplett abgetötet wird und sich wieder ausbreiten kann. Die Folge wäre eine erneute Blasenentzündung.

Neben Medikamenten kannst du die Behandlung auch mit viel Flüssigkeit und Wärme unterstützen. Gib deinem Kind viel zu trinken – zum Beispiel Wasser oder Tee. Wenn es noch gestillt wird, reicht Muttermilch vollkommen aus. Durch vermehrtes Wasserlassen werden die Bakterien ausgeschwemmt und haben es schwerer, sich weiter in Richtung Niere auszubreiten. Mit einem warmen Kirschkernkissen kannst du die Bauchschmerzen etwas lindern. Bei Fieber kannst du deinem Baby auch ein Paracetamol-Zäpfchen geben.

Darum sind vor allem Mädchen betroffen

Insgesamt sind deutlich mehr Mädchen von der Blasenentzündung betroffen, was daran liegt, dass sie eine viel kürzere Harnröhre haben als Jungen. Außerdem liegt der Harnröhreneingang und Darmausgang recht nah beieinander. Da die Blasenentzündung häufig durch Darmbakterien verursacht wird, haben Mädchen einfach häufiger damit zu kämpfen. Man sollte deshalb beim Windelwechsel die Stuhlreste immer zum Po von vorn nach hinten wegwischen. Außerdem sollten Windeln regelmäßig gewechselt und der Popo sauber gemacht werden.

Hast du noch weitere Tipps bei einer Blasenentzündung beim Baby oder Kleinkind? Hinterlass uns einen Kommentar! 

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