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Billige Druckerpatronen – eine Belastung für Umwelt und Gesellschaft

Das Thema Nachhaltigkeit ist uns besonders wichtig, da es darum geht, wie wir unsere Erde den Kindern hinterlassen. Das Thema Druckerpatronen ist in diesem Zusammenhang etwas heikel, denn sie sind in vielen Fällen eine echte Umweltsünde. Chinesische Billighersteller fluten den Markt mit äußerst günstigen, nicht recyclebaren Druckerpatronen und Tonern, verletzen dabei oft Patentrechte und belasten die Umwelt aufgrund fragwürdiger Produktionsbedingungen massiv. Denn die Neuproduktion von Druckerpatronen frisst natürliche Ressourcen und ist alles andere als nachhaltig. Welche Alternativen es für dich gibt, zeigen wir in diesem Artikel.

Billige Kopien aus China

Den größten Teil an der weltweiten Müllproduktion hat Elektroschrott. Rund 40 Millionen Tonnen fallen jedes Jahr an, Tendenz steigend. Ein Großteil des globalen Elektroschrotts wird nicht recycelt, sondern kostengünstig auf illegale Müllkippen in Indien, China oder Afrika verfrachtet.

Dadurch gelangen immer mehr Schadstoffe wie Blei, Quecksilber, Arsen, Kadmium, Beryllium etc. in den Boden und somit auch ins Grundwasser. Nachhaltigkeit sieht gewiss anders aus.

Leere Druckerpatronen nehmen einen nicht zu unterschätzenden Teil dieser Müllbelastung ein. Das liegt vor allem an den billigen Wegwerfpatronen, die zahlreiche Hersteller aus Fernost in gigantischen Massen produzieren, nach Übersee verschiffen und dort für Spottpreise verkaufen.

Über Handelsplattformen werden diese dann billig an den Mann gebracht – ein System, das funktioniert, auch weil die großen Drucker- und Patronenhersteller zumindest beim Preis deutlich über den Patronen-Klonen liegen. Patentrechte werden dabei zwar auch oft verletzt, doch die Kosten rechnen sich trotzdem.

Umweltschonende Alternativen

Allein für die Herstellung einer einzigen Druckerpatrone werden rund drei Liter Erdöl verbraucht. Etwa 450.000 Tonnen Müll pro Jahr entstehen während der Produktion, wie eine aktuelle Studie eines Herstellers alternativer Druckerpatronen zeigt. Hinzu kommen die meist langen, kostspieligen und umweltverschmutzenden Transportwege zwischen Produktionsort und Verbraucher.

Den Handel zu stoppen, ist nahezu unmöglich, denn Druckerpatronen und Toner braucht praktisch jeder, nicht nur im Büro, sondern auch im eigenen Haushalt. Vielmehr ist zur Lösung dieses Problems ein Umdenken erforderlich, denn es gibt umweltschonende Alternativen, die auch unseren Kindern eine Zukunft garantieren, in der natürliche Ressourcen noch vorhanden und die Umwelt noch grün ist.

Der richtige Umgang mit alten Druckerpatronen

Verschiedene in Deutschland ansässige Firmen haben es sich zum Ziel gemacht, den Teufelskreis von billigen Wegwerfkartuschen aus Fernost zu durchbrechen. Dafür werden alte Original-Kartuschen sorgfältig wiederaufbereitet: mit Tinte befüllt und alte Verschleißteile kontrolliert und bei Bedarf ausgetauscht.

Dadurch kann eine 100-prozentige Kompatibilität mit Druckern zum günstigen Preis garantiert werden, denn klar, die Patronengehäuse bleiben erhalten und die Wiederaufbereitung kostet unterm Strich weniger als die Neuproduktion, besonders wenn dies am Absatzmarkt umgesetzt wird und Transportkosten entfallen.

Die Ressourcenknappheit sowie die aktuelle Belastung der Umwelt sollten so auch bei dir den entscheidenden Anstoß zum Umdenken auslösen. Für die ordnungsgemäße Entsorgung von Druckerpatronen und Tonern bieten die meisten alternativen Recycling-Unternehmen eine kostenlose Annahme von Alt-Patronen an.

Eine unsachgemäße Entsorgung kann übrigens hohe Bußgelder mit sich bringen, da Druckerpatronen als Sondermüll kategorisiert und Verbraucher gesetzlich verpflichtet sind, eine fachgemäße Entsorgung zu gewährleisten. Der Umweltschutz beginnt also direkt bei dir zu Hause. Schließlich sollen doch auch deine Kinder eine sorgenfreie Zukunft haben.

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